Automobilindustrie
Audi verdoppelt Kapazität in China

Audi eröffnet eine neue Fabrik im Nordosten Chinas. Auf dem neuen Werksgelände sollen der Geländewagen Q5 und die Langversion des A4 entstehen. Für den VW-Konzern dürfte China in diesem Jahr zum wichtigsten Markt weltweit werden, bereits jetzt ist der Konzern Marktführer.

HAMBURG. Der deutsche Autobauer Audi will seine Präsenz im Wachstumsmarkt China stärken. Dazu eröffnet die Tochter des VW-Konzerns eine neue Fabrik im Nordosten Chinas. Ein Konzernsprecher bestätigte gestern einen entsprechenden Bericht der staatlichen Zeitung China Daily. Audi will auf dem Werksgelände des Joint-Ventures von FAW-VW in Changchun den Geländewagen Q5 und die Langversion des Modells A4 bauen, sagte der Sprecher. Mit der Fabrik verdoppelt Audi die Produktionskapazität in China auf 200 000 Stück.

Der VW-Konzern ist mit gut 20 Prozent Marktanteil führend in China. Das Land gilt als Hoffnungsmarkt der Branche. Im vergangenen Jahr kamen Schätzungen von Experten zufolge auf 1000 Chinesen nicht einmal 30 Autos. Hierzulande waren es mehr als 530. Experten rechnen in diesem Jahr mit einem Gesamtabsatz in China von mehr als 6,8 Mio. Autos - nach 5,5 Mio im Vorjahr. Das entspricht einem Plus von mehr als 25 Prozent.

China dürfte für den VW-Konzern in diesem Jahr zum wichtigsten Markt werden. Den Absatz wollen die Wolfsburger im Rahmen ihrer Zukunftsstrategie 2018 von einer Mio. Autos im Jahr 2008 auf zwei Mio. verdoppeln. Die Premium-Tochter Audi hat im ersten Halbjahr 2009 ihren Absatz um elf Prozent auf 66 866 Autos gesteigert - und setzte damit knapp 15 Prozent der weltweit verkauften Autos in China ab. Die Marke VW legte im selben Zeitraum um rund 23 Prozent auf 540 000 Fahrzeuge zu. Der Konzern verkaufte von Januar bis Juni insgesamt 652 222 Autos in China - im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 23 Prozent.

Die Wolfsburger waren als erster internationaler Autokonzern in China gestartet. Das Gemeinschaftsunternehmen mit FAW ist das zweite Joint Venture. Bereits im Jahr 1984 wurde das Unternehmen Shanghai Volkswagen Automotive gemeinsam mit dem chinesischen Autobauer SAIC gegründet. Aktuell ist VW an mehr als 13 chinesischen Unternehmen beteiligt.

Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur
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