Automobilindustrie
Gewerkschaften erhöhen Druck auf General Motors

Die Arbeitnehmervertreter des krisengeschüttelten weltgrößten Autokonzerns General Motors (GM) wollen dem Autogiganten mit globaler Kooperation die Stirn bieten.

FRANKFURT. „Wir werden künftig auf globaler Ebene verhindern, dass die GM-Führung einzelne Werke und Länder gegeneinander ausspielt“, sagt Opel-Betriebsratsschef Klaus Franz in der heutigen „Automobilwoche“. Im März 2006 gebe es dazu ein Treffen mit der US-Autogewerkschaft UAW in Antwerpen. Die „gemeinsame Absprache und Solidarität“ sei das „Druckmittel“ auf die Konzernführung, zitiert die Zeitung Franz weiter.

Hintergrund ist der konzerninterne Wettbewerb bei GM um die Vergabe von Produktionsaufträgen an einzelne Werke. So hatte im Rahmen der Krise des GM-Europaablegers Opel die schwedische Schwestermarke Saab beim Zuschlag für den Bau der neuen GM-Mittelklasse – also Opel Vectra und Saab-Modelle – ausgestochen. Im schwedischen Trollhättan sollen dagegen nun unter anderem Cadillacs gebaut werden.

Momentan versucht der Opel-Betriebsrat laut Franz, neben dem dreitürigen Kleinwagen Corsa im ostdeutschen Werk Eisenach weitere Modellvarianten fertigen zu lassen, um die Fabrik stärker auszulasten. „Im laufenden Jahr werden 115 000 Corsa vom Band rollen. Unsere Kapazität liegt aber bei 175 000 Einheiten.

„Aus diesem Grund fordern wir den Fertigungsauftrag für den fünftürigen Corsa“, sagt Franz. Der Fünftürer werde im spanischen Saragossa gebaut. Die Spanier sollen laut Franz den Auftrag für den Kompakt-Van Meriva behalten; die GM-Führung überlege, diesen Wagen künftig im polnischen Gleiwitz bauen zu lassen. Ein Opel-Sprecher sagte der Zeitung, „über zukünftige Produkt- und Produktionsplanungen können wir nicht reden“.

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