Automobilindustrie
Globales Duell: Volkswagen vs. Toyota

Zwei Rivalen streiten um die Absatzmärkte für Automobile. Noch ist die Welt recht klar aufgeteilt: Wo Toyota stark ist, schwächelt Volkswagen – und umgekehrt. Nun kämpfen beide Konzerne um die beste Ausgangsposition in den Wachstumsmärkten wie China oder Indien.

DÜSSELDORF. Noch ist die Welt zwischen den beiden Rivalen aufgeteilt: In den Regionen, in denen Toyota stark ist, schwächelt Volkswagen - und umgekehrt. Die Japaner haben den amerikanischen Markt frühzeitig mit speziellen Modellen und eigenen Fabriken im Süden der USA erschlossen - und heute einen Marktanteil von mehr als 15 Prozent. Auch in Japan liegt Toyota vorn. VW dagegen dominiert in Europa und Lateinamerika.

Um die beste Ausgangsposition in den Wachstumsmärkten dagegen kämpfen die beiden Konzerne noch. Insgesamt liegt Toyota zwar in Asien vorn, aber Volkswagen führt den chinesischen Markt an. In diesem Jahr wollen die Deutschen dort erstmals mindestens eine Million Fahrzeuge verkaufen. Die Wolfsburger eröffneten vor wenigen Tagen sogar ein weiteres Werk in China, obwohl der Markt unter dem Strich bereits mehr Produktionskapazitäten aufweist, als Autos abgesetzt werden.

Doch im globalen Wettbewerb um die Spitze geht es in der Automobilbranche primär nicht um die Auslastung eines einzelnen Werkes. Es geht darum, der erste vor Ort zu sein, wenn sich die Zahl der Neuzulassungen in Boommärkten innerhalb von wenigen Jahren vervielfacht.

Die Wolfsburger haben sich schon im vergangenen Jahr mit einem Werk im russischen Kaluga in Position gebracht, dort sollen bald 150 000 Fahrzeuge vom Band laufen. In Indien nehmen beide Konzerne eifrig neue Produktionsstätten in Betrieb - der Subkontinent wird nach Ansicht von Experten neben China einer der am schnellsten wachsenden Märkte sein. Zudem hat der indische Hersteller Tata mit seinem Kleinstauto Nano, das die Massenmobilisierung in den Schwellenländern einen Schritt näher rücken lässt, die anderen Hersteller wenn auch nicht das Fürchten, so doch Respekt gelehrt.

Will VW den Abstand zu Toyota verringern, muss der Konzern nach Expertenschätzung sowohl in Russland als auch auf dem indischen Subkontinent mittel bis langfristig eine halbe Million Autos absetzen. So könnte VW an dem globalen Wachstum mitverdienen und den geringen Zuwachs gesättigter Märkte wie etwa Europa ausgleichen.

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