Automobilindustrie
Opel-Betriebsrat befürchtet weiteren Stellenabbau

In den Opelwerken in Bochum und im belgischen Antwerpen droht nach Einschätzung von Betriebsräten ein weiterer empfindlicher Stellenabbau.

HB BOCHUM/RüSSELSHEIM. Die Streichung einer Schicht im britischen Astra-Werk Ellesmere Port sei wahrscheinlich noch nicht das Ende der Fahnenstange gewesen, sagte der Vorsitzende des Opel-Gesamtbetriebsrats, Klaus Franz, am Freitag der Nachrichtenagentur AP. Sollte sich das Management der Opel-Mutter General Motors entscheiden, wegen nachlassender Nachfrage nach dem Astra nochmals eine Schicht zu streichen, seien Bochum und Antwerpen als nächste Standorte an der Reihe.

Der Betriebsratsvorsitzende des Bochumer Opel-Werks, Rainer Einenkel, warnte das Management in einem Interview der „Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung (NRZ)“ vor der Streichung einer Schicht in dem nordrhein-westfälischen Werk. In einem solchen Fall würden 1 200 Arbeitsplätze wegfallen, sagte Einenkel: „Das kann sich das Ruhrgebiet nicht leisten.“ Franz verwies darauf, dass mit dem im vergangenen Jahr geschlossenen Zukunftsvertrag nur noch bis zum Jahresende 2006 alle drei Schichten in Bochum abgesichert sind.

Das aktuelle Modell des Opel Astra wird derzeit in drei europäischen Werken gebaut. GM hat angekündigt, der Konzern wolle bis zur Einführung eines Nachfolgemodells, das für 2010 erwartet wird, die Produktionskapazität einer allmählich sinkenden Nachfrage anpassen. Franz sagte, die Geschäftsleitung habe die Arbeitnehmervertreter bislang im Unklaren gelassen, wie viele Arbeitsplätze im Rahmen dieses Prozesses wegfallen: „Wir wollen das gesamte Bild sehen.“ General Motors hatte vor wenigen Wochen beschlossen, in Ellesmere Port die Nachtschicht zu streichen. Damit verlieren rund 950 Beschäftigte ihren Job.

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