Automobilzulieferer
Continental bei VDO-Integration auf gutem Weg

Die Integration der Siemens-Tochter VDO bereitet dem Automobilzulieferer Continental keine Probleme. Das Unternehmen hat bereits die meisten Managementfunktionen vergeben. Fest steht auch, dass es eine eigenständige Einheit VDO nicht mehr geben wird.

HB DÜSSELDORF. Der Automobilzulieferer Continental kommt bei der geplanten Integration der Siemens-Tochter VDO offenbar gut voran. „Wir haben in Bezug auf die Integration alles vorbereitet, was wir strukturell vorbereiten konnten und durften“, sagte Continentals Personalvorstand Heinz-Gerhard Wente dem Handelsblatt (Dienstagsausgabe). Die entscheidenden Managementfunktionen seien bereits weitgehend besetzt. Dabei hat der Vorstand darauf geachtet, dass die Posten möglichst gleichberechtigt verteilt werden.

„Man kann durchaus von proportionaler Verteilung zwischen Continental- und VDO-Managern sprechen“, sagte Wente. Bei den Managergehältern hat sich Conti durchgesetzt. Die Vergütungsstruktur folgt dem System der Hannoveraner. Beim variablen Anteil zählt vor allem der Beitrag des Managers zur Steigerung des Unternehmenswertes

Bei der großen Mehrheit der künftigen Mitarbeiter sind Continental dagegen die Hände gebunden. Das Unternehmen darf vor dem Zusammenschluss nicht einmal Verhandlungen beginnen. Um Spekulationen nicht ins Kraut schießen zu lassen, führen die Conti-Manager aber zumindest Orientierungs- und Informationsgespräche mit den Arbeitnehmervertretern.

Auch Conti-Chef Manfred Wennemer ist sich über die Schwierigkeiten, zwei annähernd gleich große Automobilzulieferer dieser Dimension zusammenzuführen, im Klaren. Dagegen setzt er eine intensive Kommunikation. Ein „Integration Newsletter“ soll die rund 89 000 Conti-Mitarbeiter über die Entwicklung ins Bild setzen. „Kontinuierlich berichten wir möglichst aktuell und offen über geplante Veränderungen und nächste Schritte", schrieben Wennemer und Wente in der jüngsten Ausgabe. „Wir sind uns bewusst, dass trotz dieser Informationen für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Unsicherheiten bleiben.“

Vor allem bei VDO sind viele Beschäftige verunsichert, was die Zukunft bringt, beobachten Betriebsräte. Mitarbeitern würden zwar neue Jobs angeboten, aber im Zweifel müssten sie dafür umziehen. „Da verlangen wir sicher eine hohe Mobilität“, sagt Wente. Eine eigenständige Einheit VDO wird es laut Wente nach der Integration nicht mehr geben, der Name wird nur als Marke für bestimmte Produkte erhalten bleiben. Das schreckt offenbar manchen ab. „Einige Manager wollen auch bei Siemens bleiben“, sagt der Conti-Personalvorstand.

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