Automobilzulieferer
Grammer schraubt Prognose nach oben

Der Automobilzulieferer Grammer hat dank der wieder lebhaften Nachfrage seine Erwartungen für das laufende Jahr erneut angehoben. Grund für den wachsenden Optimismus sei die gute Entwicklung in den Sommermonaten.
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HB AMBERG. Grammer legt nach: Der Umsatz von zuletzt 727,4 Mio. Euro dürfte in diesem Jahr um rund 20 Prozent zulegen, teilte der Automobilzulieferer am Dienstagabend in Amberg mit. Bisher hatte Grammer ein Umsatzplus von zehn Prozent in Aussicht gestellt.

Bei der Rendite für das operative Ergebnis erwartet das Unternehmen jetzt bei einer stabilen Währungs-und Marktentwicklung zwischen 3,2 und 3,5 Prozent statt wie bisher rund drei Prozent. Der Autozulieferer hatte sich bereits nach guten Zahlen im ersten Halbjahr für 2010 zuversichtlicher gezeigt und seine Prognose in die Höhe geschraubt.

Grund für den wachsenden Optimismus sei die gute Entwicklung in den Sommermonaten, die besser als erwartet verlaufen sei, und eine gute Auftragslage in beiden Unternehmensbereichen, hieß es. Der typische saisonale Abschwung wegen der Werksferien der Kunden im Juli und August sei angesichts der Konjunkturerholung wesentlich milder ausgefallen als erwartet. Auch eine ungebremst hohe Nachfrage nach Premiumfahrzeugen deutscher Autohersteller in China und Nordamerika stütze das Geschäft. Mögliche Risiken könnten allerdings die Währungs- und Rohstoffpreisentwicklung werden. Auch die Länge der Werksferien der Kunden während der Weihnachtszeit könnten das Geschäft zum Jahresende stärker als erwartet beeinträchtigen.

Grammer fertigt Sitze für Offroad-Fahrzeuge sowie für Laster, Busse und Bahnen, aber beispielsweise auch Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen und integrierte Kindersitze. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen die Automobilkrise zu spüren bekommen und vor Zinsen und Steuern ein Minus von 24 Mio. Euro verbucht.

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