Automobilzulieferer
Hella erwartet Wachstum nur außerhalb Europas

Europa ist für den Automobilzulieferer Hella kein profitables Gebiet mehr. Ein Personalabbau im Inland droht, konkrete Zahlen fehlen noch. Hella will sich nun mehr Richtung Osten richten – nach China oder Indien.
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DüsseldorfDer Beleuchtungsspezialist und Automobilzulieferer Hella rechnet nicht mit einem Wachstum der Automobilindustrie in Europa. Eine deutliche Zunahme der Geschäfte erwarte das Unternehmen aus Lippstadt etwa in China oder Indien, teilte Hella bei der Bilanzvorlage am Mittwoch in Düsseldorf mit.

Vor dem Hintergrund eines wachsenden internationalen Geschäfts werde die Beschäftigtenzahl in Deutschland tendenziell eher abnehmen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Rolf Breidenbach. Derzeit seien rund 10 000 von weltweit 29 000 Mitarbeitern im Inland beschäftigt. Beschäftigte hätten bereits Angebote etwa für einen Wechsel in die Altersteilzeit bekommen. Zahlen zu einem möglichen Personalabbau nannte das Unternehmen nicht.

Bei einem weltweiten Umsatzzuwachs um 4 Prozent auf rund 5,0 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2012/2013 (31.5.) ging der Umsatz in Deutschland um 15 Prozent auf 0,7 Milliarden Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging um 19 Prozent auf 280 Millionen Euro zurück. Zum Jahresüberschuss machte das Familienunternehmen keine Angaben.

Für den Automobilmarkt kündigte der Beleuchtungsspezialist einen Siegeszug der LED-Technik an. Die Sicherheit im Auto könne etwa mit permanentem Fernlicht weiter verbessert werden. Eine Blendung des Gegenverkehrs werde durch den Einsatz neuartiger Technik verhindert.

Derzeit werde die neue Technik jedoch nur in Oberklasse-Fahrzeugen angeboten. Mit einer stärkeren Verbreitung von LED-Leuchten im Massenmarkt sei etwa in drei bis vier Jahren zu rechnen. Eine Umrüstung vorhandener Beleuchtungssysteme auf die LED-Technik sei kaum sinnvoll.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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