Automobilzulieferer Insolvenz-Gefahr bei Delphi steigt

Einem Pressebericht zufolge bereitet sich der US-Automobilzulieferer Delphi darauf vor, noch in der laufenden Woche Gläubigerschutz gemäß Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts anzumelden.

HB NEW YORK. CEO Robert S. Miller habe bereits früher erklärt, spätestens bis zum 17. Oktober Insolvenz anzumelden, sollten die ehemalige Muttergesellschaft General Motors Corp (GM) und die Gewerkschaft United Automobile Workers dem Unternehmen nicht helfen, schreibt die „New York Times“. Alle drei Parteien hätten Monate lang miteinander verhandelt. Am 17. Oktober tritt in den USA ein strengeres Insolvenzrecht in Kraft.

Es habe zwar Vorteile für alle Seiten, wenn Delphi nicht Insolvenz anmelden müsse, zitiert die Zeitung Miller. Doch man müsse abwarten, ob alle Beteiligten das verstünden. Nach Angaben der NYT wollte weder der US-Automobilzulieferer noch die Gewerkschaft Details ihrer Gespräche öffentlich machen.

Im vergangenen Jahr hatte Delphi einen Verlust von 4,8 Mrd. Dollar gemacht. Für das erste Halbjahr 2005 belief sich der Fehlbetrag auf 747 Mill. Dollar. Delphi hatte auch bekannt gegeben, ihre Pensionsverpflichtungen überstiegen ihre Vermögenswerte im Pensionsplan um 4 Mrd. Dollar. Eine der NYT vorliegende Berechnung der Pension Benefit Guarantee Corp komme allerdings auf einen Fehlbetrag von 10, 9 Mrd. Dollar, sollten die Verträge aktuell aufgelöst werden, schreibt die Zeitung. Die Unterdeckung sei damit deutlich höher als vom Unternehmen angegeben.

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