Automobilzulieferer profitiert vom Dieselboom
Beru hat ehrgeizige Ziele

Der Automobilzulieferer Beru will im laufenden Geschäftsjahr seinen Umsatz um mindestens 10 % steigern. Vorstandschef Marco von Maltzan sagte am Mittwoch, das operative Ergebnis solle entsprechend steigen.

HB STUTTGART. Der Automobilzulieferer Beru profitiert vom anhaltenden Diesel-Boom und will im laufenden Geschäftsjahr 2004/2005 (31. März) seinen Umsatz um mindestens 10 % steigern. Vorstandschef Marco von Maltzan sagte am Mittwoch, das operative Ergebnis solle entsprechend wachsen. Diese positive Prognose gab von Maltzan trotz der verhaltenen Pkw-Absatzprognosen in Deutschland. Dagegen werde der Anteil der Dieselautos in Westeuropa bis zum Jahr 2009 von heute etwa 44 % auf 59 % steigen. Sogar in den USA und in Asien habe der Dieselanteil - wenn auch von niedrigem Niveau aus - im vergangenen Jahr leicht zugenommen. Die hohen Benzinpreise dürften die Akzeptanz des Diesel verbessern, heißt es bei Beru.

Der Diesel- und Zündkerzen-Spezialist konnte 2003/2004 den Umsatz um 16,4 % auf 354,5 Mill. Euro steigern. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern legte um mehr als 30 % auf 53,4 Mill. Euro zu. Der Konzerngewinn stieg von 30,6 Mill. Euro auf 35,9 Mill. Euro. Die im M-Dax notierte Beru AG (Ludwigsburg) schlägt die Zahlung einer unveränderten Dividende von 1,10 Euro vor. Neben der Dieselkaltstarttechnologie wuchs Beru stark in der Zündungstechnik; durch die Übernahme der französischen Eyquem sei man jetzt die Nummer eins der französischen Zündkerzenproduzenten. Hohe Zuwächse gab es auch im jüngsten Geschäftsfeld Elektronik und Sensorik vor allem durch den schnell wachsenden Markt für die elektronische Reifendruckkontrolle. Von Maltzan machte deutlich, dass Beru durchaus an Akquisitionen interessieret sei; allerdings sei die Zahl ähnlich ertragsstarker Kandidaten recht gering.

Die positive Entwicklung von Beru hat sich auch in den Mitarbeiterzahl ausgedrückt. Sie nahm vor allem durch die Übernahme in Frankreich um über 500 auf 2 694 zu. In Deutschland soll die Mitarbeiterzahl von rund 1 400 in diesem Geschäftsjahr leicht steigen.

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