Automobilzulieferer
Schaeffler will auf Staatshilfe verzichten

Noch sind es Gerüchte, aber überraschend kommt diese Nachricht nicht: Die beiden hoch verschuldeten Automobilzulieferer Continental und Schaeffler werden versuchen, ohne Staatshilfe auszukommen. Offenbar will man auch nicht das Risiko eingehen, sich eine Absage einzuholen.

HB HANNOVER. Continental und Schaeffler wollen sich Kreisen zufolge ohne Staatshilfe sanieren. „Bürgschaften kosten Geld, das will man sich sparen“, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich auf das Umfeld von Conti und Schaeffler.

Zudem zeige der Fall Arcandor, dass die Politik nicht gewillt sei, Bürgschaften für Unternehmen zu geben, die sich selbst in Schwierigkeiten gebracht haben, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Schaeffler hat sich mit der kreditfinanzierten Übernahme von Conti verhoben und sucht nun händeringend nach einem Ausweg.

Finanzkreisen zufolge würden die Gläubigerbanken Bürgschaften zwar gutheißen. Conti und Schaeffler stehen bei ihnen mit mehr als 20 Mrd. Euro in der Kreide. „Man sieht aber große politische Hindernisse, daher wird das Thema Staatshilfen derzeit nicht agressiv voran getrieben“, sagte ein Banker. Ganz vom Tisch sei das Thema aber noch nicht.

Der Finanzminister Niedersachsen, wo Conti seinen Firmensitz hat, sagte am Dienstag, es sei bislang kein Konzept bekannt, das Staatshilfe notwendig machen würde. „Es ist nicht mal eine Voranfrage an uns herangetragen worden“, sagte Hartmut Möllring. Conti und Schaeffler waren für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

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