Automobilzulieferer
Widerstand gegen Conti-Kurs wächst

Der Druck auf den Chef des Automobilzulieferers Continental wegen des geplanten Arbeitsplatzabbaus nimmt zu. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Thomas Neumann will ungeachtet von Protesten daran festhalten, 1 900 Arbeitsplätze in den Reifensparten zu streichen.

HB DÜSSELDORF. Neumann will angesichts des Nachfrageeinbruchs keine Alternative zur Abwicklung zweier Werke in Hannover und im französischen Clairoix, hieß es aus Kreisen des hochverschuldeten Unternehmens.

Der Konfrontationskurs von Vorstand und Gewerkschaften könnte jedoch schwerwiegende Folgen haben, sollte der Conti-Chef sich genötigt sehen, bei einer Sondersitzung des Aufsichtsrats am Freitag die Vertrauensfrage zu stellen, sagten Kontrolleurskreise der Kapitalseite der Zeitung.

Es formiere sich eine breite Front gegen die Pläne der Konzernspitze: Zu einer von den Gewerkschaften IG BCE und IG Metall geplanten Großdemonstration haben sich neben Abgesandten der sechs deutschen VW-Standorte auch Mitarbeiterdelegationen von Miele und Contis Großaktionär Schaeffler angekündigt, schreibt die Zeitung weiter. Zuletzt liefen 1 500 Mitarbeiter gegen die Schließung am Stammwerk Hannover-Stöcken auf. Am Donnerstag sollen es deutlich mehr werden.

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