Autonomes Fahren Bosch verbündet sich mit Tomtom

Der Fahrer muss den Weg kennen. Das gilt auch bei selbstfahrenden Autos. Deshalb arbeiten Fahrzeughersteller und Zulieferer immer enger mit Kartendiensten zusammen – so wie Bosch mit dem niederländischen Anbieter Tomtom.
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Bosch arbeitet bereits an Prototypen, die autonomes Fahren ermöglichen sollen. Quelle: dpa
Weltgrößter Autozulieferer

Bosch arbeitet bereits an Prototypen, die autonomes Fahren ermöglichen sollen.

(Foto: dpa)

HamburgDer Autozulieferer Bosch arbeitet mit dem Navi-Anbieter Tomtom bei der Entwicklung hochgenauer Karten für selbstfahrende Autos zusammen. Damit bauen die Stuttgarter einen Konkurrenten zum Kartendienst Here von Nokia auf, um den mehrere deutsche Autobauer derzeit buhlen. Bosch teilte am Dienstag mit, die bestehende Zusammenarbeit mit Tomtom werde um dieses Zukunftsfeld erweitert.

Das niederländische Unternehmen werde die digitalen Karten erstellen, während Bosch die Anforderungen an deren Genauigkeit und Inhalte vorgebe. Erste, selbsterstellte Teilkarten nutzt Bosch bereits für Testfahrten in Deutschland und den USA.

„Bis Ende 2015 wollen wir neue, hochgenaue Karten von allen Autobahnen und autobahnähnlichen Straßen in Deutschland für das automatisierte Fahren haben“, kündigte Jan Maarten de Vries an, Vice-President Automotive von Tomtom. Danach sollten die Straßen in Europa und Nordamerika abgedeckt werden.

Die digitale Kartentechnik zur Vernetzung von Fahrzeugen oder beim zukunftsträchtigen Geschäft mit selbstfahrenden Autos wird immer wichtiger. Der Tomtom-Rivale Here hat nach Einschätzung von Experten hier das am weitesten entwickelte Angebot. Die Verhandlungen zwischen Nokia und den Autobauern BMW, Daimler und Volkswagen über einen Verkauf des Kartendienstes Here waren Insidern zufolge zuletzt ins Stocken geraten. Tomtom hatte am Dienstag Quartalszahlen vorgelegt, die über den Erwartungen lagen. Die Niederländer profitierten davon, dass Unternehmen wie Apple ihre Lizenzen mit Tomtom zur Belieferung mit digitalen Landkarten verlängerten.

So könnten wir uns morgen bewegen
Platz 8 - Ein Drache für den Frachter
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In ihrem Buch „Wie wir uns morgen bewegen werden“ zeigen Christoph Markmann, Bernadette Förster und Heiko von der Gracht 88 Innovationen der Mobilität. Handelsblatt Online präsentiert acht besonders interessante Projekte.

Früher segelten die Schiffe mit dem Wind, ein Drache soll nun auch modernen Frachtern beim Spritsparen helfen. Das „Sky Sail“ soll automatisch ausgerichtet werden und so zwischen 10 und 30 Prozent des Treibstoffverbrauchs einsparen. Die Krise der Reedereien hat auch auch die Erfinder in finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Zieht der Welthandel an, könnte diese Innovation dennoch wieder gefragt sein.

Erhältlich ist das Buch beim Finanzbuchverlag (19,99 Euro, ISBN 978-3-86881-595-5).

Platz 7 - Der Parkhausroboter
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Sieht aus wie ein normales Parkhaus, ist aber revolutionär. Hinter den Mauern dieses Forschungsprojektes des Fraunhofer-Instituts arbeitet ein Parkhausroboter, der gleich mehrere Herausforderungen der Mobilität lösen soll.

Platz 7 - der Parkplatzroboter
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Neu an diesem Konzept ist der Kombinutzen für die Logistik: Dem Parkhausroboter ist es egal, ob er ein Auto oder eine Palette vollautomatisch vom Eingang weg zum Lagerplatz befördert. Er macht beides zentralgesteuert - und schafft damit auch stadtnahe Lagerfläche. Auf Wunsch kann der Roboter gleich noch den Akku von Elektroautos lagern.

Platz 6 - Hausgemachter Diesel
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Warum Biokraftstoff aus Südamerika importieren, wenn man ihn im eigenen Garten produzieren kann? Schon heute lässt sich Biosprit aus Algen produzieren, bisher sind die Anlagen aber noch zu groß. Aber möglicherweise könnten die Algentanks bald schon im Auto eingebaut sein - und dort direkt frischen Sprit produzieren. Auch Bill Gates engagiert sich. Er hat einen zweistelligen Millionenbetrag in ein Start-up gesteckt, das eine Technologie entwickelt, mit der man im großen Stil Biosprit aus Algen gewinnen kann.

Platz 5 - Der Zug auf der Straße
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Der Zug auf der Straße ist längst mehr als eine Zukunftsvision. Das Navigationssystem von Pkw oder Lkw ermittelt Nähe, Tempo und Richtung einer vernetzten Kolonne und klinkt das Fahrzeug dort ein. Dann übergibt das On-Board-System die Kontrolle über das Fahrzeug an den Kolonnenführer und sein Leitsystem. Diese koordinierten Kolonnen könnten so Staus und Auffahrunfälle in Zukunft vermeiden.

Platz 4 - Das Faltauto
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Ein Klapprad kennt jeder - doch die Stadtautos der nächsten Generation könnten ebenfalls faltbar sein. Das CityCar lässt sich ineinanderschieben und kann durch zwei Lenkachsen eine 180-Grad-Wende hinlegen. Entwickelt wurde das Faltauto vom Smart Cities Project des Massachusetts Institute of Technology (MIT) gemeinsam mit General Motors.

Platz 3 - Luft im Tank
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Eine Luftnummer mit Zukunft: Statt Benzin tankt diese Knutschkugel namens Airpord Druckluft und fährt damit 100 Kilometer weit - und deutlich günstiger als mit Benzin. Und das völlig ohne Akku, allerdings auch nicht besonders schnell. Der Airpod ist daher eher als Stadtauto geeignet. Der indische Autohersteller Tata hat sich die Technologie gesichert - und testet erste Modelle auf dem indischen Markt.

  • rtr
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