Autosalon Genf: Der Weg zur Edelmarke führt nur über Deutschland

Autosalon Genf
Der Weg zur Edelmarke führt nur über Deutschland

Der Markt für Premium-Autos ist lukrativ - und wächst. Aber wer erfolgreich sein will, muss gegen die Branchenführer aus Deutschland in deren Heimat antreten. Cadillac und Infiniti wagen den Kampf David gegen Goliath.
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GenfGenf ist Luxus. Die Schweizer Stadt steht für Noblesse, für klassische wie kostspielige Eleganz - das gilt ganz besonders für den Automobilsalon. Und zwar mehr denn je. Die Autoindustrie hat den Luxus neu für sich entdeckt, Premium wollen auf der Messe auf einmal viele sein. Beherrscht und definiert wird das Segment von den drei großen deutschen Autobauern Mercedes-Benz, BMW und Genf ist Luxus. Die Schweizer Stadt steht für Noblesse, für klassische wie kostspielige Eleganz - das gilt ganz besonders für den Automobilsalon.

Und zwar mehr denn je. Die Autoindustrie hat den Luxus neu für sich entdeckt, Premium wollen auf der Messe auf einmal viele sein. Beherrscht und definiert wird das Segment von den drei großen deutschen Autobauern Mercedes-Benz, BMW und Audi, die wie leuchtende Fixsterne auch dieses Jahr in Genf die Richtung vorgeben. Aber unter und neben den Deutschen ist vielleicht noch Platz.Audi, die wie leuchtende Fixsterne auch dieses Jahr in Genf die Richtung vorgeben. Aber unter und neben den Deutschen ist vielleicht noch Platz.

Und so kämpfen auf einmal klassische Luxus-Anbieter wie Jaguar und Aston Martin mit neuen Herausforderern wie Infiniti um die Gunst und die Portemonnaies einer exklusiven Klientel - die hohe Preise und damit auch hohe Margen bezahlen kann. Wie wichtig der Premium-Markt ist, zeigt eine neue Studie des CAR-Centers für Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen. Demnach wächst das Segment in Zukunft mehr als doppelt so stark wie der Markt für Volumenmodelle. Professor Ferdinand Dudenhöffer prognostiziert bis 2025 ein jährliches Wachstum um fünf Prozent.

Und auch wenn das Wachstum in neuen Automärkten wie China mit zuletzt fast 18 Prozent die gesamte Autobranche fast schwindelig vor Glück macht, ist für Premium-Marken vor allem ein ganz alter Markt wichtiger denn je: nämlich Deutschland. Hier wollen alle mit dabei sein - sogar Cadillac, der amerikanische Local-Hero, der in Europa im Allgemeinen und in Deutschland im Besonderen nie wirklich ein Bein auf den Boden gebracht hat.

Alan Butler weiß das. Und es macht dem stämmigen schwarzen Marketing-Chef von Cadillac auf seinem blitzenden Stand in Genf rein gar nichts aus. Wie überall in den Weiten des General-Motors-Konzerns gilt: Nach der Insolvenz geht das Spiel von Neuem los - nach neuen Regeln, und mit neuen Zielen. "Wir haben in der Vergangenheit viele Fehler gemacht", sagt Butler im Gespräch mit Handelsblatt Online. "Aber das ist Geschichte". Er lächelt breit.

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