Autosalon Genf
Volkswagen zieht das Tempo an

VW-Chef Martin Winterkorn kündigt auf dem Genfer Autosalon an, die Produktpalette künftig deutlich schneller zu erneuern. Zur Not müsse man sich auch von Modellen trennen.
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GenfAuf dem Wettrennen um die Weltmarktführerschaft will Volkswagen das Tempo anziehen. Auf dem Konzernabend vor der Eröffnung des Genfer Autosalons hat VW-Chef Martin Winterkorn angekündigt, neue Modelle künftig schneller auf den Markt bringen zu wollen. Man müsse überdenken, ob die üblichen Modellzyklen von sieben bis acht Jahren nicht deutlich kürzer werden müssen.

Profitieren will Volkswagen dabei von den modularen Baukästen, die das Unternehmen bereits heute in der Produktion einsetzt. Modelle wie der VW Golf, der Skoda Octavia, der Seat Leon und der Audi A3 sind schon heute in vielen Teilen baugleich. Dadurch sei man in der Lage, auch Nischenmodelle profitabel zu realisieren, so Winterkorn.

Erste Vorboten der neuen Strategie präsentieren die Wolfsburger in Genf: Der T-Roc ist zwar derzeit noch eine Studie, zeigt aber wohin der Weg des Konzerns führt. Der kleine SUV mit neuartiger Dachkonstruktion und erweitertem Innenraum basiert auf der Technologie des Golfs und wird ebenfalls im Modularen Querbaukasten gebaut.

„Wenn sich die Kundenwünsche immer schneller verändern, gilt es auch zu hinterfragen, ob jedes bestehende Modell immer automatisch einen Nachfolger erhält“, sagte Winterkorn. Im Zweifel ist man in Wolfsburg offenbar bereit, sich auch von liebgewonnenen Modellen zu trennen.

Nach Winterkorn steht die Autobranche stehe vor „einem der größten Umbrüche seit Bestehen des Automobils“. Das Auto als mobiler Computer habe beispielsweise „revolutionäre Folgen für die zukünftige Bedienung“. Im neuen TT hat Volkswagen-Tochter Audi darum ein virtuelles Cockpit verbaut, das mit deutlich weniger sichtbaren Bedienelementen auskommt.

Ohnehin haben die Wolfsburger nach Genf vor allem viel Zukunftsmusik mitgebracht. Unter anderem die ersten Ergebnisse der Plug-In-Offensive wie der Audi A3 e-tron und der Porsche 918 Spyder, die in enger Zusammenarbeit entwickelt wurden und bereits dieses Jahr auf den Markt kommen sollen. Volkswagen will den Anteil der Autos mit Elektro- und Benzinmotor an Bord in den nächsten Jahren weiter ausbauen.

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