Autoshow: Dr. Z kehrt zurück nach Detroit

Autoshow
Dr. Z kehrt zurück nach Detroit

Das Schrecksjahr 2009 wirft dunkle Schatten auf Detroit. Zum Auftakt der US-Autoshow bemüht sich Daimler-Chef Dieter Zetsche um optimistische Töne an seiner ehemaligen Wirkungsstätte.

DETROIT. Vor den schneebedeckten Schornsteinen der Autofabrik Jefferson North in Detroit prangt noch immer ein großes Schild mit der Aufschrift "Daimler-Chrysler". Ganz so, als ob der amerikanisch-schwäbische Gemeinschaftskonzern nicht schon längst auf dem Schrottplatz der Industriegeschichte gelandet wäre.

Eigentlich sollen hier Geländewagen wie der Jeep Grand Cherokee vom Band laufen. Doch die Fabrik steht seit Wochen still. Selbst die lange Zeit treuen US-Kunden kehren den schweren Geländegängern den Rücken. Die Händler stöhnen über massive Auftragsrückgänge. Finanzkrise und Kreditklemme verschärfen, was ohnehin ein Desaster ist.

Als "Subprime-Kredite" und komplexe Finanzinstrumente wie "Credit Default Swaps" plötzlich die globale Wirtschaft in Angst und Schrecken versetzten, habe es Detroit besonders hart getroffen, sagt einer, der es wissen muss.

Es ist 19.40 Uhr am Samstagabend in der vierten Etage des glänzend renovierten Book Cadillac Hotel im Herzen der vom Schneechaos heimgesuchten US-Autometropole. In Stuttgart schlafen sie im selben Moment längst: Dort ist es 1.40 Uhr am Sonntagmorgen.

In Detroit wartet zwei Stockwerke tiefer im Woodward Ballroom die neue Mercedes E-Klasse neben einem voll elektrischen Konzeptauto und einem Supersportwagen auf die Premiere. Doch zuvor stimmt der Topmanager sein dicht gedrängtes Publikum erstaunlich optimistisch auf eines der härtesten Jahre der Branche ein. Unter den Gästen finden sich der gerade aus Frankfurt eingetroffene Chef des Verbandes der Autoindustrie, Matthias Wissmann, und der US-Smart-Importeur Roger Penske. Der Kleinstwagen war für die Stuttgarter lange ein Verlustbringer, jetzt passt er blendend in die Zeit.

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