Autoshow in Detroit
GM und Ford stehen vor einem Schicksalsjahr

Für die beiden großen US-Automobilhersteller General Motors (GM) und Ford kommt 2006 das Beste am Anfang des Jahres: Bei der North American International Auto Show, die am Sonntag in Detroit startet, werden sie sich von ihrer glanzvollsten Seite zeigen.

HB PORTLAND/FRANKFURT. Hinter der Fassade aus Glanz und Glamour warten auf beide aber in diesem Jahr knallharte wirtschaftliche Probleme. Beide müssen den Negativtrend drehen, um nicht völlig überrollt zu werden. Eine harte Sanierung steht an, und „GM und Ford müssen mehr machen als das, was sie bislang angekündigt haben“, sagt Anthony Samengo-Turner von der US-Investmentbank Close Brothers.

Der Dezember hat gezeigt, dass noch keine Besserung in Sicht ist. GM und Ford verlieren vor allem auf ihrem Heimatmarkt weiter Marktanteile und viel Geld. Auch GMs Absicht, zwölf Betriebsstätten zu schließen und 30 000 Jobs abzubauen, ließ die Gerüchte über eine mögliche Insolvenz nicht verstummen. Allerdings war die Gefahr nach Meinung von Nick Margetts, Geschäftsführer beim Marktforschungsunternehmen Jato Dynamics, im Laufe des Jahres 2005 größer als derzeit: „Die Maßnahmen gehen in die richtige Richtung. Die Situation müsste schon deutlich schlechter werden, um einen solchen Schritt zu rechtfertigen“, sagt er.

Beim Konkurrenten Ford geben sich die Experten noch zurückhaltend: Ford will sein Sanierungsprogramm am 23. Januar bekannt geben. Gerechnet wird mit bis zu zehn Werksschließungen und rund 30 000 Entlassungen.

Dabei ist die Lage auf dem US-Automarkt eigentlich nicht schlecht. Rund 17 Millionen Neufahrzeuge wurden 2005 in den USA abgesetzt, etwa soviel wie im Vorjahr. Die meisten Experten wie Philipp Rosengarten von Global Insight gehen für 2006 nur von einer leichten Abschwächung der US-Nachfrage aus.

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