Autozulieferer auf Kurs Bosch-Autosparte wächst dank China

Sieben Prozent Umsatzwachstum: Das Autozulieferer-Geschäft von Bosch steigert sich weiter. Doch Bosch spürt die Schwäche in Russland und Brasilien – und bleibt beim Wachstum hinter Continental zurück.
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„Erwarten eine stabile Entwicklung unseres Geschäftes.“ Quelle: dpa
Elektrischer Antrieb von Bosch

„Erwarten eine stabile Entwicklung unseres Geschäftes.“

(Foto: dpa)

StuttgartDie Autozuliefersparte von Bosch behält ihre Dynamik des ersten Quartals auch von April bis Juni bei. „Wir hatten in den ersten sechs Monaten sieben Prozent Umsatzwachstum“, sagte der neue Chef der größten Bosch-Sparte, Rolf Bulander im Interview mit dem Handelsblatt (Freitagsausgabe). Bislang hatte der Konzern sich nur zum ersten Quartal geäußert.

Auch für das Gesamtjahr ist Bulander trotz der Abschwächung der Märkte in Russland, Brasilien und China optimistisch. „Wir erwarten im zweiten Halbjahr eine stabile Entwicklung unseres Geschäftes.“ Die Wachstumsraten in China seien im Vergleich zu anderen Ländern stattlich. Die Rendite der Sparte, die seit Jahresbeginn „Mobility Solutions“ heißt, werde auf dem „Niveau des Vorjahres“ liegen.

2014 hatte die Sparte bei 33,3 Milliarden Euro Umsatz ein operatives Ergebnis von 2,4 Milliarden und damit eine Ebit-Marge von 7,2 Prozent erreicht.

Allerdings wachsen die Schwaben damit schwächer als Continental. Der Konkurrent um die weltweite Branchenführung hatte zu Wochenbeginn fürs erste Halbjahr ein Umsatzwachstum von 15,8 Prozent gemeldet. Bosch gibt mit einem Umsatzanteil von mehr als zehn Prozent aber deutlich mehr für Forschung und Entwicklung aus.

Bulander begrüßte, dass Audi, BMW und Mercedes den digitalen Kartenhersteller Nokia Here gekauft haben und das System offen gestalten wollen. „Es ist positiv, wenn es mehrere Anbieter gibt“, sagte Bulander. Beeinträchtigungen des eigenen Geschäfts sieht der Spartenchef nicht. „Wir integrieren Kartenmaterial nach Kundenanforderungen. Das heißt, wir können Tomtom genauso wie Here integrieren“, betonte Bulander.

Bosch kooperiert bei den fürs autonome Fahren wichtigen neuen Digitalkarten mit dem niederländischen Navi-Hersteller Tomtom.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

Platz 11: Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die weltweit fast 100.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 20,7 Milliarden Euro.

Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

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