Autozulieferer
Behr will Werk in Pforzheim früher schließen

Eigentlich soll das Werk in Pforzheim noch bis Juni 2015 bestehen bleiben. Der Autozulieferer will mit dem Betriebsrat aber über eine frühere Schließung verhandeln. Die 200 Arbeitsplätze wären offenbar nicht gefährdet.
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Stuttgart/PforzheimDer Autozulieferer Behr will das Werk in Pforzheim früher aufgeben als geplant. Zwar gelten die Vereinbarungen zur Standortsicherung der Werke in der Region Mühlacker bis zum 30. Juni 2015, wie eine Sprecherin des Stuttgarter Unternehmens am Freitagabend mitteilte. „Wir wollen jedoch mit dem Betriebsrat darüber sprechen, inwieweit sich Kostensenkungspotenziale zu einem früheren Zeitpunkt realisieren lassen.“ Das Werk in Pforzheim zu schließen, sei ein Plan, sagte sie und bestätigte Angaben der „Pforzheimer Zeitung“ (Samstag). Davon erhoffe man sich auf lange Sicht niedrigere Fixkosten.

Die derzeit rund 200 Mitarbeiter in Pforzheim sollen im Werk Mühlacker beschäftigt werden. Die Beschäftigungssicherung gelte bis zum 30. Juni 2015 und werde nicht angetastet. Als Gründe für die Pläne nannte die Sprecherin die schwache Konjunktur und dass Hauptkunden etwa die asiatischen Märkte immer seltener von Europa aus belieferten, sondern direkt vor Ort fertigten. Zudem hätten Wettbewerber mit höherem Anteil an osteuropäischen Fertigungsstätten Vorteile. „Wichtige Folgeaufträge für die Jahre ab 2015 haben wir bereits an Wettbewerber mit Standorten in Osteuropa verloren.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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