Autozulieferer
Bosch: Der schlimmste Tag seit 60 Jahren

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch stellt sich in diesem Jahr auf deutliche Geschäftseinbußen ein und will daher Personal abbauen. Bosch-Chef Franz Fehrenbach sagte auf der Bilanzpressekonferenz in Gerlingen bei Stuttgart: "Für 2009 erwartet die Bosch-Gruppe eines der schwierigsten Jahre der Unternehmensgeschichte mit deutlichen Umsatz- und Ertragsrisiken".

STUTTGART. Auch den finanzstarken Bosch-Konzern hat die weltweite Rezession voll erfasst. Nach einem schwachen ersten Quartal rechnet der weltgrößte Automobilzulieferer erstmals seit Kriegsende mit roten Zahlen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres brach der Umsatz um ein Viertel ein. „Angesichts dessen ist es kein Wunder, dass wir beim Ergebnis vor Steuern im Minus sind“, sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach bei der Bilanzvorlage.

Bis zum Jahresende rechnet der Bosch-Chef insgesamt mit einem Umsatzrückgang zwischen zehn und 15 Prozent und einem Verlust von null bis drei Prozent vom Umsatz. Damit drohen Bosch in diesem Jahr bis zu 1,2 Mrd. Euro Verlust. Anders als andere Chefs deutscher Großunternehmen gibt Fehrenbach damit immerhin eine Prognose ab. Bei seiner Vorhersage legt er vergleichsweise optimistische Annahmen von einem Rückgang des weltweiten Bruttosozialprodukts um ein Prozent zugrunde. Internationale Experten, unter anderem vom Internationalen Währungsfonds, gehen von wesentlich stärkeren Rückgängen aus. Bei der Autoproduktion rechnet Bosch mit einem Minus von über zehn Prozent.

„Wir erwarten ab Jahresmitte Anzeichen für eine Erholung. Sollte diese nicht eintreten, stehen wir vor einer neuen Situation und müssen unsere Prognosen erneuern“, sagte Fehrenbach dazu. Die Rezession sei tiefer als bei der Ölkrise Anfang der 70er-Jahre.Damals habe die Industrie zwei Jahre gebraucht, um sich vom Ölpreisschock zu erholen. „Wie es aussieht, müssen wir uns auf eine längere Erholungsphase einstellen“, schwört Fehrenbach die Belegschaft auf eine Durststrecke ein. Das mache Stellenstreichungen im Ausland und im Inland unumgänglich. Zuletzt beschäftigte Bosch weltweit knapp 282 000 Mitarbeiter. Davon arbeiten bereits 93 000 Mitarbeiter kürzer, im Ausland schickte Bosch bereits 3 000 Mitarbeitern die Kündigung.

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