Autozulieferer Bosch legt dank schwachem Euro zu

Bosch profitiert vom schwachen Euro und steigert die Erlöse um 13 Prozent. Am schnellsten wächst die Kfz-Sparte. Der Autozulieferer bringt in diesem Jahr unter anderem das ferngesteuerte Parken in Serie.
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Bosch setzt auf internetfähige Produkte und Dienstleistungen. Quelle: AFP
Wachstumstreiber

Bosch setzt auf internetfähige Produkte und Dienstleistungen.

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StuttgartDer schwache Euro hat dem Umsatz des Technologiekonzerns Bosch zu Jahresbeginn einen Schub verliehen. Von Januar bis März stiegen die Erlöse um rund 13 Prozent, teilte Bosch am Mittwoch in Stuttgart mit. Währungsbereinigt belief sich das Plus auf 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Eine absolute Zahl nannte das Unternehmen nicht. Im vergangenen Jahr hatte der Stiftungskonzern den Umsatz um 6,3 Prozent auf knapp 49 Milliarden Euro gesteigert und damit sein Wachstumsziel von drei bis fünf Prozent Umsatzplus übertroffen. Diese Spanne stellte der Autozulieferer, Maschinenbauer und Haushaltsgerätehersteller auch für 2015 in Aussicht.

Bosch will vor allem mit internetfähigen Produkten und Dienstleistungen wachsen. Die Spanne reicht dabei vom ferngesteuerten Backofen bis zur Technik für das autonom fahrende Auto. Das Geschäftspotenzial liege hier vor allem bei den Diensten, die mit vernetzten Geräten und Maschinen angeboten werden könnten, erklärte Bosch-Chef Volkmar Denner. Die ersten Anwendungen für das automatisierte Fahren bringt Bosch schon heute auf den Markt. So werden 2015 das ferngesteuerte Parken sowie Assistenzsysteme für das Steuern im Stau, Ausweichen und Linksabbiegen in Serie gehen.

Das sind die innovativsten Unternehmen Europas
Platz 10: Technicolor
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Gerade noch in die Top-10 der fleißigsten europäischen Ideengeber hat es das Unternehmen Technicolor geschafft (745 Anträge). Die Franzosen sind vor allem im Elektronikbereich sowie im Bereich Mediendienstleistungen tätig.

Platz 9: Alcatel-Lucent
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Der Telekommunikationskonzern Alcatel-Lucent ist Frankreichs innovativster Konzern, zumindest wenn man nach den Patentanmeldungen in Europa geht. Demnach stellte Alcatel-Lucent im vergangenen Jahr 769 Anträge. In seiner jetzigen Form ist der Telekommunikationskonzern 2006 nach der Fusion von Alcatel und Lucent Technologies entstanden. Ex-Vodafone Geschäftsführer Michel Combes steht seit Februar 2013 an der Spitze des Unternehmens.

Platz 9: Bayer
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Deutschlandweit der viertfleißigste Ideengeber ist der Pharma- und Chemiekonzern Bayer. Europaweit schafft es das Unternehmen auf Platz Neun. 809 Patente reichten die Leverkusener 2014 beim europäischen Patentamt ein. Weltweit erwirtschafteten 115.000 Mitarbeiter 2014 40,2 Milliarden Euro Umsatz.

Platz 7: DSM
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Die niederländische Firma DSM (Abkürzung für "De Stats Mijnen") schickte im vergangenen Jahr 854 Anträge an das Europäische Patentamt. DSM produziert neben Arznei- und Nahrungsergänzungsmitteln auch Methoden zur Entspiegelung von Solarzellen, um sie so effizienter zu machen.

Platz 6: Nokia
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Mit 1.040 Patentanträgen in Europa gehört Nokia zu den innovativsten Unternehmen des Kontinents. 2014 war das erste Jahr, in dem die Finnen auf Eingebungen ihrer Handysparte verzichten mussten. Ab 25. April übernahm Microsoft endgültig die Mobilfunk-Sparte der Finnen.

Platz 5: Ericsson
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Auf Platz fünf der fleißigsten europäischen Ideengeber hat es der schwedische Telekommunikationsspezialist Ericsson geschafft (1.347 Patentanmeldungen). In einem Patentstreit bezichtigen die Schweden den Branchenriesen Apple derzeit, 41 seiner Patente verletzt zu haben. Unter anderem geht es um Chipdesign, Ortungsdienste und Elemente des Mobilfunkstandards LTE.

Platz 4: Bosch
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Mit Bosch schafft es gleich das dritte deutsche Unternehmen in die Top-10 der europäischen Patentanmelder. 2014 wollten sich die Baden-Württemberger 1.438 Ideen schützen lassen. 2013 fuhr Bosch knapp 1,3 Milliarden Euro Gewinn ein, bei 46 Milliarden Euro Umsatz.

Die Kfz-Sparte von Bosch wuchs im vergangenen Jahr am schnellsten. Der Umsatz legte um neun Prozent auf 33,3 Milliarden Euro zu. Regional gesehen legte das gesamte Bosch-Geschäft in Europa mit gut zwei Prozent am wenigsten zu, während die Erlöse in Asien um 17 Prozent auf fast 13 Milliarden Euro schnellten. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen stieg um gut zehn Prozent auf drei Milliarden Euro. Die Rendite kletterte um einen Prozentpunkt auf 6,2 Prozent – langfristig strebt Bosch acht Prozent operativen Gewinn vom Umsatz an.

  • rtr
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