Autozulieferer
Bosch macht mit Kfz-Technik bessere Geschäfte

Der Umsatz mit der Kfz-Technik soll in diesem Jahr um bis zu fünf Prozent wachsen. Vor allem das Diesel-Geschäft bereitet dem Unternehmen wieder Freude. Punkten will Bosch aber vor allem in einem anderen Bereich.
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StuttgartNach einem zurückhaltenden Jahresauftakt kommt der Autozulieferer Bosch zunehmend in Schwung. "Nach verhaltenem Start nimmt das Geschäft im laufenden Jahr wieder Fahrt auf", sagte Bosch-Kfz-Technik-Chef Bernd Bohr am Dienstag in Boxberg. 2013 rechne Bosch bei Kfz-Technik mit einem Umsatzzuwachs um drei bis fünf Prozent. 2012 hatte der Stuttgarter Stiftungskonzern Autokomponenten für rund 31 Milliarden Euro an die Fahrzeughersteller weltweit geliefert, knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr.

"Deutlich positiver als zuletzt" entwickele sich derzeit das Geschäft mit Diesel-Technik, sagte der Manager, der zur Jahresmitte nach zehn Jahren an der Spitze der Kfz-Technik-Sparte bei Bosch ausscheidet. Die vor allem in Europa beliebten Diesel-Motoren, die mit weniger Treibstoff als Benziner auskommen, seien nun auch in Asien und Nordamerika stärker gefragt.

Damit kann sich Bosch dem schwachen europäischen Automarkt entziehen, wo derzeit so wenig Neuwagen Autos verkauft werden wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Weltweit wird die Fahrzeugproduktion 2013 voraussichtlich um drei bis fünf Prozent zunehmen - dank der boomenden Nachfrage in Nordamerika und Asien. Zusätzlich hat sich Bosch vorgenommen, je Fahrzeug immer mehr eigene Technik an die Hersteller zu liefern und damit den Umsatz hochzutreiben.

Außer mit Spritspartechnik und elektrischen Antrieben will Bosch künftig auch bei Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen punkten, die zunehmend Einzug in Kompaktwagen halten und nicht länger Oberklasse-Fahrzeugen vorbehalten sind. Daran arbeiteten derzeit 5000 Ingenieure, insgesamt beschäftigt Bosch mehr als 300.0000 Mitarbeiter.

Parkassistenten könnten künftig in Parkhäusern selbstständig einen freien Platz suchen und bei zähflüssigem Verkehr selbst die Spur halten. Die selbstständige Fahrt von Fahrzeugen auf der Autobahn einschließlich Geschwindigkeitskontrolle und Lenkung solle bis Ende des Jahrzehnts Wirklichkeit werden. Dazu würden unter anderem Radarsensoren in Millionen-Stückzahlen benötigt, die Bosch selbst fertigt.

Der Umsatz mit Sicherheits- und Assistenzsystemen werde im Lauf dieser Dekade jährlich um zehn Prozent wachsen, kalkuliert das Unternehmen. Mit ESP, ABS und sonstigen Assistenzsystemen setzt Bosch derzeit etwa fünf Milliarden Euro um.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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