Autozulieferer
Bosch stimmt Mitarbeiter auf harte Zeiten ein

Für Bosch brechen allem Anschein nach schwierige Zeiten an. Der Autozulieferer, der zuletzt durch Zukäufe im Solarbereich für Aufsehen sorgte, ist vorsichtig geworden: Bosch-Chef Franz Fehrenbach stimmt seine Mitarbeiter auf harte Zeiten ein.

HB STUTTGART. Fehrenbach sieht „äußerst schwierige Herausforderungen“ auf den weltgrößten Autozulieferer zukommen, sagte Fehrenbach der Mitarbeiterzeitung „Bosch Zünder“. Das Stuttgarter Unternehmen sei aber „bestrebt, im Zusammenspiel mit den Arbeitnehmervertretern Entscheidungen mit Augenmaß zu treffen, um Beschäftigung so weit wie möglich zu sichern.“

Rund 47 000 Mitarbeiter des Konzerns in Deutschland sind in Kurzarbeit oder haben eine verkürzte Wochenarbeitszeit. „Wenn sich abzeichnet, dass es im zweiten Halbjahr keine Bodenbildung gibt, müssen wir den Einsatz der Kurzarbeit überdenken.“

Kurzarbeit sei zwar ein sinnvolles, aber auch teures Werkzeug um Mitarbeiter in Deutschland an Bord halten zu können, sagte Fehrenbach. Im Ausland habe Bosch bereits betriebsbedingte Kündigungen in „niedriger vierstelliger Zahl“ ausgesprochen, heißt es in der Mitarbeiterzeitung. Betroffen seien Standorte in Australien, Brasilien, Großbritannien, Spanien, Tschechien, Ungarn, der Türkei und den USA. Bosch beschäftigte zu Jahresbeginn weltweit rund 282 000 Mitarbeiter.

Fehrenbach sagte, alle Ausgaben müssten auf das Notwendigste begrenzt werden. „Unsere Liquidität und finanzielle Unabhängigkeit haben höchste Priorität.“ Erst dies schaffe Spielraum, um neue Produkte und Verfahren erfolgreich zu entwickeln.

Er sehe erste Anzeichen für eine mögliche konjunkturelle Stabilisierung im Laufe des Jahres, sagte der Bosch-Chef. „Die Leitzinsen befinden sich auf einem Tiefstand, die Rohstoffpreise sind gesunken, die Wechselkurse haben sich auf einem vernünftigen Niveau eingependelt, weltweit wurden Konjunkturprogramme aufgelegt.“ Am 23. April legt Bosch seine Jahresbilanz für 2008 vor.

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