Autozulieferer
Bosch will US-Bremsgeschäft verkaufen

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch will sein seit Jahren schlecht laufendes Bremsengeschäft in Nordamerika teilweise verkaufen. Deshalb verhandelt das Unternehmen mit dem kleineren japanischen Bremsenanbieter Akebono. Der will bis Jahresende Klarheit haben.

HB STUTTGART. Der weltgrößte Autozulieferer Bosch will sein seit Jahren schlecht laufendes Bremsengeschäft in Nordamerika teilweise verkaufen. Daher seien Verhandlungen mit dem kleineren japanischen Bremsenanbieter Akebono aufgenommen worden, teilten beide Unternehmen am Freitag mit. Bis Jahresende will Akebono Klarheit haben, ob der Erwerb von Teilen des milliardenschweren Bosch-Geschäfts mit Autobremsen zustande kommt.

Bei Bremsen konkurriert Bosch auf dem schwer von der Autoabsatzkrise getroffenen nordamerikanischen Kontinent vor allem mit Continental, Delphi und TAW. Bosch hatte im Frühjahr eine Umstrukturierung der Sparte Bremsen angekündigt, da diese trotz Sanierungsversuchen Verluste schreibt.

Ein Bosch-Sprecher sagte in Stuttgart, Bosch plane eine "Refokussierung" des Autobremsengeschäfts auf dem nordamerikanischen Kontinent. "Wir sind mit Akebono in Gesprächen über einige Assets", sagte er. Angaben zur Größe der zum Verkauf stehenden Einheiten wollte Bosch nicht machen.

Mit Bremssystemen hatte Bosch zuletzt weltweit rund fünf Mrd. Euro umgesetzt und beschäftigte gut 20 000 Menschen in der Sparte. Im gesamten Bosch-Konzern sind 280. 000 Mitarbeiter tätig, der Umsatz mit Kfz-, Industrie-, Gebäudetechnik und Gebrauchsgütern belief sich 2008 auf 45,1 Mrd. Euro. Mit der 2007 eingefädelten vollständigen Übernahme des australischen Bremsherstellers Pacifica, dessen Börsennotierung am Freitag endete, und dem Kauf des US-Bremsenherstellers Morse 2008 hat Bosch sein Bremsengeschäft in den USA, Kanada und Mexiko zwar verbreitert. Der wirtschaftliche Erfolg ließ jedoch auf sich warten.

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