Autozulieferer
Conti kauft in Südamerika zu

Continental erhöht seine Anteile an einem südamerikanischen Reifenhersteller. Der hannoversche Konzern habe seine Anteile an der Compania Ecuatoriana del Caucho (Erco) auf gut 50 Prozent aufgestockt, sagte der für das amerikanische Reifengeschäft zuständige Manager Matthias Schönberg am Donnerstag im Reuters-Interview.

HB HANNOVER. Die profitable Firma mit 1600 Mitarbeitern rechne 2009 mit einem Umsatz von 110 Millionen Dollar. Zum Kaufpreis für die Anteile an dem Unternehmen, an dem Conti zuvor 42 Prozent hielt, machte das Unternehmen keine Angaben.

„In den vergangenen Jahren ist Erco stets um je 15 bis 20 Prozent gewachsen, während der Markt nur um 7 bis 8 Prozent zugelegt hat“, sagte Schönberg. „Wir werden auch weiterhin stärker wachsen als der Markt.“ Erco habe in den Staaten Chile, Peru, Bolivien, Kolumbien, Venezuela and Ecuador bisher einen Marktanteil von elf Prozent. Derzeit profitiere das Unternehmen stark von einer Importbeschränkung in Ecuador.

Beim Pkw-Reifengeschäft in Nordamerika gab es nach Schönbergs Beobachtung im ersten Halbjahr 2009 Licht und Schatten. „Bei der Erstausrüstung sind wir etwas stärker runter gegangen als der Gesamtmarkt“, sagte der Manager. Während der Markt um 35 Prozent eingebrochen sei, habe das Minus bei Conti 40 Prozent betragen. Viel hänge von der unsicheren Zukunft der Kunden GM und Chrysler ab. „Allerdings sind wir derzeit optimistischer als noch vor ein paar Wochen“, sagte Schönberg.

Obwohl der Markt für Ersatzreifen um 15 Prozent geschrumpft sei, habe Conti in Nordamerika - aber auch in Südamerika - im einstelligen Prozentbereich zugelegt. „Wir wachsen vernünftig und haben in allen Teilen Amerikas Marktanteile hinzu gewonnen“, sagte Schönberg mit Blick auf das Ersatz-Geschäft. Seine 7500 Mitarbeitern im amerikanischen Pkw-Reifen-Geschäft will Conti halten.

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