Autozulieferer Continental
Continental-Chef muss Strukturen verschlanken

Der Autozulieferer Continental hat seinen Kurs bekräftigt, im Zuge der Übernahme von VDO überflüssige und wachstumsschwache Bereiche abzubauen. Eine Schließung von Teilbereichen und Standorten könne nicht ausgeschlossen werden, sagte Continental -Chef Wennemer. Vor allem das Reifengeschäft bereitet dem Aotuzulieferer Schwierigkeiten.

DÜSSELDORF. "Wir haben jetzt 200 Standorte weltweit, und man muss sich sicher hier und da fragen, ob man die alle braucht", sagte Continental -Chef Manfred Wennemer der "Börsen-Zeitung".

Contis Vorstandschef bestätigte damit frühere Aussagen. "Wir prüfen alle Bereiche, bei denen wir Nummer vier oder Nummer fünf sind", hatte er Anfang Dezember auf der Handelsblatt-Jahrestagung "Die Automobilindustrie" in Frankfurt gesagt. "Entweder wir schaffen es, zu den Führenden zu gehören - oder wir verabschieden uns von dem Geschäft." Angesichts von 200 Standorten in 36 Ländern sagte er, "ein paar weniger wären vielleicht auch ganz gut".

Details will der Continental -Chef bis Ende Februar nennen, in Einzelfällen auch schon vorher, sagte ein Unternehmenssprecher. Kurz vor Weihnachten hatte Continental bereits seine Elektromotorensparte an den Coburger Zulieferer Brose verkauft. In der Elektromotorenfertigung für Fensterheber oder Getriebe arbeiten weltweit 4 000 Beschäftigte.

Bei der Zentrale steht die Entscheidung fest. "Wir werden nur eine Hauptverwaltung haben - und das ist Hannover", sagte Wennemer dem Handelsblatt. Dort würden allerdings zusätzliche Mitarbeiter gebraucht. Er verwies auf die geringeren Overhead-Kosten von Conti im Vergleich zu VDO. "Wir sind schlank aufgestellt." Bei Kosten- und Projektmanagement sei Continental effizienter. Mittelfristig soll die Belegschaft durch Wachstum zulegen. "Nach allen bisherigen Übernahmen haben wir im Schnitt allein in Deutschland zehn Prozent Personal aufgebaut."

Die Übernahme von VDO hat aus Sicht des Vorstandschefs Continental von der Liste heißer Übernahmekandidaten genommen. "Sicher sein kann man nie. Aber unsere neue Größe und der Verschuldungsgrad machen uns als Übernahmeziel wesentlich unattraktiver", sagte Wennemer. Seit einiger Zeit habe sich kein Private-Equity-Fonds mehr gemeldet. "Grundsätzlich lehnen wir das ja auch gar nicht ab, aber derzeit sehen wir keine Vorteile in dieser Form der Finanzierung."

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