Autozulieferer
Continental profitiert von Asien-Boom

Dank der starken Nachfrage in Asien und Sanierungserfolgen hat der Autozulieferer Continental Gewinn und Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres kräftig gesteigert. Deshalb erhöhte der vom Wälzlagerhersteller Schaeffler kontrollierte Konzern zum zweiten Mal seine Geschäftsziele für dieses Jahr.
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HB HAMBURG. Der Zulieferer Continental kommt mit dem Rückenwind der starken Autokonjunktur seiner früheren Gewinnkraft näher. Weil die Geschäfte vor allem dank der hohen Nachfrage aus Asien in den ersten neun Monaten unerwartet gut liefen, schraubte der Konzern aus Hannover am Mittwoch die Geschäftsziele zum zweiten Mal in diesem Jahr hoch. Der Vorstand erwartet nun einen Umsatz von mehr als 25 Mrd. Euro - ein Viertel mehr als im vergangenen Jahr und zwei Mrd. mehr als bisher in Aussicht gestellt. Die bereinigte Umsatzrendite soll auf rund neun Prozent klettern.

Damit knüpft Conti an Zeiten vor Ausbruch der Krise an: Mitte 2008 lag die Rendite bei 8,6 Prozent, vor der Übernahme der Siemens-Elektroniktochter VDO, für die sich der Konzern massiv verschuldete, sogar über zehn Prozent. In den vergangenen beiden Jahren hatte Continental Verluste in Milliardenhöhe angehäuft.

Anlegern fiel die Prognoseanhebung dennoch nicht mutig genug aus. Sie stießen die Conti-Aktie zunächst scharenweise ab und schickten deren Kurs damit vier Prozent in den Keller. Später erholte sich das im Nebenwerteindex MDax gelistete Papier und lag sogar leicht im Plus. „Unternehmen fahren mit vorsichtigen Prognosen besser“, meinte Frank Schwope, Autoanalyst der NordLB. „Lieber etwas zurückhaltender als den Mund zu voll genommen.“

Von Juli bis September steigerte der von dem fränkischen Wälzlagerhersteller Schaeffler kontrollierte Konzern den Umsatz um ein Fünftel auf 6,5 Mrd. Euro. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) kletterte um 15 Prozent auf 485 Mio. Euro. Er lag damit leicht unter den Erwartung der von Reuters befragten Analysten. Die operative Marge der ersten neun Monate sprang damit auf 9,4 (Vorjahr: 4,7) Prozent.

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