Autozulieferer Continental verdient wieder mehr

Continental hat seinen Gewinn in den ersten neun Monaten des Jahres um gut 10 Prozent gesteigert. Der Dax-Konzern profitiert dabei auch von Preiserhöhungen bei Reifen und sieht sich bei den Jahreszielen auf Kurs.
Update: 09.11.2017 - 11:15 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen rechnet wegen steigender Rohstoffpreise im Reifengeschäft unverändert mit Belastungen von 450 Millionen Euro für 2017 Quelle: Reuters
Continental

Das Unternehmen rechnet wegen steigender Rohstoffpreise im Reifengeschäft unverändert mit Belastungen von 450 Millionen Euro für 2017

(Foto: Reuters)

HannoverDer Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hat in den ersten neun Monaten trotz hoher Rohstoffkosten spürbar mehr verdient - und verspricht einen starken Jahresschluss. Unter dem Strich blieben zwischen Januar und September rund 2,2 Milliarden Euro in der Kasse - 10,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie Continental am Donnerstag in Hannover mitteilte. Der Dax-Konzern liege „voll im Plan“, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart. „Das vierte Quartal wird noch einmal stark verlaufen.“ Zugleich warnte er davor, im Streit um schärfere Kohlendioxid-Grenzwerte ausschließlich auf E-Autos zu setzen.

Continental hatte bislang einen Umsatz von mehr als 44 Milliarden Euro im Gesamtjahr 2017 auf Basis konstanter Wechselkurse in Aussicht gestellt. Inzwischen seien die Effekte gut einzuschätzen, daher solle der Umsatz inklusive Währungseinflüssen rund 44 Milliarden Euro erreichen. Eine Prognose für 2018 gab es zwar noch nicht, aber Conti-Finanzchef Wolfgang Schäfer geht davon aus, dass die weltweite Autoproduktion steigen wird. Ziel von Continental sei es, um 3 bis 5 Prozent stärker zu wachsen als der Markt, erklärte er.

Das sind die größten Autozulieferer der Welt
Platz 10: Faurecia
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Der Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die Franzosen kletterten im Ranking in diesem Jahr um einen Rang nach oben, obwohl es beim Umsatz um 0,3 Prozent nach unten ging. Der Umsatz betrug 2016 insgesamt 18,7 Milliarden Euro.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 9: Michelin
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Die vor allem für ihre Reifen bekannte Firma aus Frankreich machte 2016 insgesamt 20,9 Milliarden Euro Umsatz. Das bedeutet ein Minus von 1,4 Prozent. Dennoch reicht es für die Top Ten der größten Automobilzulieferer der Welt.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Die Japaner, ebenfalls vor allem für ihre Reifen bekannt, bleiben trotz eines Minus von 6,7 Prozent auf dem achten Platz der Rangliste. Der Umsatz betrug zuletzt 22,5 Millionen Euro.

Platz 7: Aisin
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Die zweite japanische Firma in den Top Ten: Aisin, das zur Toyota-Gruppe gehört, darf sich über ein Plus von 15,9 Prozent freuen. Damit lag der Umsatz im vergangenen Jahr bei 28 Milliarden Euro.

Platz 6: Hyundai Mobis
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Obwohl die Koreaner, die Hyundai und Kia beliefern, ein Plus von 7,6 Prozent machten, fielen sie um einen Rang zurück. Der Umsatz betrug 30,2 Milliarden Euro.

Platz 5: ZF Friedrichshafen
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Der Stiftungskonzern vom Bodensee konnte Hyundai Mobis überholen, denn das Umsatzplus betrug zuletzt 19,3 Prozent. Der gesamte Umsatz für das Jahr 2016 beläuft sich auf 32,353 Milliarden Euro.

Platz 4: Magna
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Der kanadisch-österreichische Automobilzulieferer verzeichnete jüngst ein Umsatzplus von 17,6 Prozent. Mit einem Erlös von 34.587 Milliarden Euro verharrt Magna auf dem vierten Rang.

Zwischen Januar und September legte der Umsatz um 9 Prozent auf rund 32,7 Milliarden Euro zu. Die Marge auf Basis des bereinigten Gewinns vor Zinsen und Steuern soll im Gesamtjahr über 10,5 Prozent liegen. Nach neun Monaten ist Conti mit 10,6 Prozent auf Kurs zu diesem Ziel. Im dritten Quartal kletterte der Umsatz um 7,1 Prozent auf rund 10,7 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente Continental 729,1 Millionen Euro - fast doppelt so viel wie vor Jahresfrist.

In der Reifensparte geht Conti wegen der gestiegenen Rohstoffpreise weiter von einer Belastung von 450 Millionen Euro im Gesamtjahr aus - davon waren 400 Millionen Euro schon nach neun Monaten erreicht. Die Sparte, die für knapp ein Viertel des Umsatzes stehe, habe sich „gut geschlagen“, betonte Schäfer. Preiserhöhungen für Reifen hätten sich positiv ausgewirkt.

Große Erwartungen hegt er für das geplante Gemeinschaftsunternehmen mit Osram - das Joint Venture rund um intelligente Lichtsteuerung in Autos solle schon zum Start 2018 auf einen Umsatz von rund 400 Millionen Euro kommen. Der gesamte Scheinwerfermarkt habe ein Volumen von rund 17 Milliarden Euro.

Mit Blick auf die EU-Pläne für schärfere CO2-Grenzwerte bis 2030 betonte Degenhart: „Elektromobilität ist nur Teil der Lösung.“ Für einen wirksamen Klimaschutz sei ein Mix aus E-Auto, sauberem Diesel- und Benzinmotor, synthetischen Kraftstoffen und Brennstoffzelle notwendig.

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  • dpa
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