Autozulieferer
Continental will Sparkurs verschärfen

Conti-Chef Karl-Thomas Neumann lässt sich noch nicht in die Karten blicken, aber der Automobilzulieferer will den Gürtel enger schnallen - und nun auch Mitarbeiter der Verwaltung länger in die Ferien schicken. Denn die Finanzkrise verstärkt den Druck auf die Branche. Neumann rechnet mit Fusionen und Zusammenschlüssen.

HB BERLIN. Der Autozulieferer Continental verschärft angesichts der Absatzkrise seinen Sparkurs. „Wir werden ein bisschen mehr machen als bisher angedeutet“, sagte Vorstandschef Karl-Thomas Neumann am Mittwoch auf einem Kongress in Berlin. So würden möglicherweise auch die Beschäftigten in der Verwaltung des am stärksten betroffenen Bereichs Automotive über Weihnachten länger in die Werksferien geschickt. 2009 sollten Projekte auf den Prüfstand gestellt werden. Details nannte Neumann nicht.

Bisher hat der kurz vor der Übernahme durch seinen fränkischen Konkurrenten Schaeffler stehende hannoversche Konzern angekündigt, die Produktion zurückzufahren und Investitionen aufzuschieben. Rund die Hälfte der 10 000 Zeitarbeitsstellen soll wegfallen. Zudem sollen die Werksferien um Weihnachten in einzelnen Werken auf bis zu vier Wochen ausgedehnt werden.

Und mit Blick auf die gesamte Branche rechnet Neumann damit, dass die Finanzkrise den Konsolidierungsdruck auf die Branche weiter verstärken wird. Der Cinti-Chef geht von weiteren Übernahmen und Zusammenschlüssen aus. „Ich erwarte eine weitere Konsolidierung in der Zulieferindustrie“, sagte Neumann am Mittwoch auf einem Kongress in Berlin.

Nach weltweit 200 bis 300 Fusionen in den vergangenen Jahren sei der Prozess bei weitem nicht abgeschlossen. Es werde nur wenigen Firmen gelingen, das hohe Tempo der Globalisierung mitzugehen, im Zuge derer Lieferanten ihren Kunden in neue Absatzregionen folgen und dort Produktionsstätten errichten müssten. Die Finanzkrise werde die Konsolidierung womöglich beschleunigen, sagte Neumann.

Die Absatzkrise der Autobauer trifft die Zulieferer derzeit mit voller Wucht. Viele von ihnen stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand, während die Autohersteller noch wochenweise die Produktionsbänder anhalten oder die Mitarbeiter über Weihnachten in die verlängerte Werksferien schicken und die Zurückhaltung der Verbraucher damit vergleichsweise sanft abfedern. Der kurz vor der Übernahme durch seinen fränkischen Konkurrenten Schaeffler stehende Zulieferer Continental will die Produktion zurückfahren und Investitionen - vor allem in geplante Kapazitätsausweitungen - aufschieben.

Rund die Hälfte der 10 000 Zeitarbeitsstellen soll wegfallen. Zudem sollen die Werksferien um Weihnachten in einzelnen Werken auf bis zu vier Wochen ausgedehnt werden. Für 2009 hat Neumann bereits weitere Einsparungen angekündigt.

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