Autozulieferer
Delphi legt Streit mit Ex-Mutter GM bei

Der unter Gläubigerschutz stehende US-Automobilzulieferer Delphi hat die Streitigkeiten mit seiner ehemaligen Konzernmutter General Motors (GM) durch eine Vereinbarung beigelegt. Mit diesen Schritten will der Autozulieferer die Beendigung des Gläubigerschutzes zum Jahresende erreichen.

HB NEW YORK. Nach Angaben von Delphi löst die Vereinbarung alle noch bestehenden Streitfragen mit GM. Dies betrifft alle Ansprüche der ehemaligen Konzernmutter im Zusammenhang mit der Abspaltung von Delphi von GM im Jahr 1999. Außerdem legen Delphi und GM mit der Vereinbarung den Streit um Pensionsverpflichtungen bei.

Im Rahmen der Vereinbarung wird Delphi 1,5 Milliarden Dollar an Pensionsverpflichtungen an GM übertragen. Im Gegenzug erhält der Autobauer einen Schuldschein in gleicher Höhe. Dennoch sehen Experten damit Zweifel bezüglich der Gesamtverpflichtungen von GM gegenüber Delphi ausgeräumt. Auch die Furcht, dass GM durch einen Streik von Delphi gelähmt werden könnte, wird nicht mehr gesehen. Delphi hat mit allen Gewerkschaften neue Tarifverträge abgeschlossen.

Zudem reichte Delphi seinen Reorganisationsplan beim US-Insolvenzgericht in New York ein. Der Automobilzulieferer war im Oktober 2005 unter anderem wegen hoher Pensionsverpflichtungen zusammengebrochen und steht seitdem unter Gläubigerschutz nach Chapter 11. Delphi hatte geplant, Ende Juni die Insolvenz wieder zu verlassen. Mitte April gestand der US-Automobilzulieferer allerdings ein, dass sich das Verlassen des Gläubigerschutzes bis zum zweiten Halbjahr verzögern wird.

Vor dem Hintergrund der Vereinbarung zeigte sich Delphi optimistisch, 2009 einen Gewinn von 128 Millionen Dollar zu schreiben. Für das laufende Jahr erwartet der Zulieferer aber noch einen Verlust von 1,67 Milliarden Dollar, der sich 2008 auf 1,3 Milliarden Dollar vermindern soll.

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