Autozulieferer
Delphi mit neuem Rückschlag bei Sanierung

In seinem bereits jahrelangen Überlebenskampf hat der US-Autozulieferer Delphi erneut einen herben Rückschlag erlitten. Durch die Automarktkrise sei der Firmenwert des unter Gläubigerschutz stehenden Konzerns dramatisch gefallen.

HB NEW YORK. Das berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag unter Verweis auf öffentliche Gerichtsdokumente. Den Banken bleibe damit laut Insolvenzexperten nur die Wahl, selbst Anteile an dem Zulieferer zu übernehmen oder es abzuwickeln.

Der zu den weltgrößten Anbietern zählende Zulieferer steht schon seit Herbst 2005 unter Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Insolvenzrechts. Gewöhnlich nutzen Unternehmen diesen Weg, um Ballast abzuwerfen und sich zu sanieren. Delphi scheiterte aber bereits mehrfach mit Anläufen, das Verfahren erfolgreich zu verlassen. Der Zulieferer hatte seinen Firmenwert zuletzt mit 7,2 Milliarden US-Dollar (5,6 Milliarden Euro) angegeben, inzwischen sei er "substanziell niedriger".

Delphi gehörte einst zum inzwischen selbst notleidenden General-Motors-Konzern (GM) und macht mit dem US-Autobauer immer noch einen großen Teil seiner Geschäfte. Weltweit leiden Zulieferer derzeit schwer unter der Absatzkrise. In den USA fordert die Branche gerade staatliche Kredite und Garantien von US-Medien zufolge insgesamt 25,5 Milliarden Dollar.

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