Autozulieferer
Dürr setzt auf Schwellenländer

Nach einer kräftigen Gewinnsteigerung will der Autozulieferer Dürr 2014 den positiven Trend bestätigen. Dafür seien nun hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung unternommen worden – so viel wie noch nie.
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StuttgartDer Lackieranlagen-Spezialist Dürr setzt auf einen anhaltenden Ausbau der Autoproduktion in Schwellenländern. Durch die Expansion der Autobauer dort und die Modernisierung von Anlagen in Europa und Nordamerika will der Zulieferer Umsatz und Gewinn 2014 mindestens auf dem Niveau des Vorjahres halten, wie das Unternehmen am Dienstag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Bei stabiler Konjunktur erwartet Dürr für dieses Jahr einen Umsatz von 2,4 bis 2,5 Milliarden Euro. Der operative Gewinn soll bei acht bis 8,5 Prozent vom Umsatz liegen.

Im vergangenen Jahr konnte der Marktführer von Lackieranlagen für Autos seinen Gewinn kräftig steigern, obwohl der Umsatz mit 2,4 Milliarden Euro stagnierte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern erhöhte sich um fast 15 Prozent auf 203 Millionen Euro und übertraf damit leicht die Erwartungen von Analysten in einer Reuters-Umfrage.

Die Ebit-Marge fiel mit 8,4 Prozent höher aus, als von den Schwaben in Aussicht gestellt. Der Auftragseingang sank 2013 dagegen um acht Prozent auf 2,4 Milliarden Euro, auch wenn Dürr das wegen des massiven Anstiegs im Jahr zuvor schon angekündigt hatte. Für dieses Jahr bleibt das Management hier ebenfalls vorsichtig und kalkuliert mit einem Ordereingang von 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro. Bei den Anlegern kam dies nicht gut an. Im Frankfurter Frühhandel sank die im MDax enthaltene Aktie um 3,4 Prozent.

„Das Jahr 2013 stand im Zeichen hoher Investitionen in unsere Standorte“, erklärte Vorstandschef Ralf Dieter. So sei ein gutes Dutzend Standorte aufgebaut worden - unter anderem in China, Mexiko, Südafrika und Thailand. Auch am Stammsitz in Bietigheim-Bissingen baute der Maschinen- und Anlagenbauer eine neue Montagehalle. Mit 43 Millionen Euro steckten die Schwaben, die fast alle Autobauer weltweit auch mit Reinigungs- und Auswuchtmaschinen beliefern, so viel wie nie zuvor in Forschung und Entwicklung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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