Autozulieferer
Dürr sucht weitere Übernahmekandidaten

Der Autozulieferer Dürr schaut sich nach weiteren Übernahmekandidaten um. Der jüngste Zukauf hatte dem Maschinenbauer jedoch herbe Einbußen beschert.
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Bietigheim-BissigheimNach der Übernahme des Holzmaschinenspezialisten Homag will der Autozulieferer Dürr weitere Märkte jenseits der Autoindustrie erschließen. Dürr-Finanzchef Ralph Heuwing kann sich nach einer zweijährigen Übergangsphase wieder neue Zukäufe vorstellen.

Kriterien für potenzielle Kandidaten: „Weltmarktführer in einem Nischenmarkt des Maschinenbaus oder der Automatisierungstechnik - kein Sanierungsfall, aber Potenzial zur Ergebnisverbesserung“, sagte Heuwing der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“.

Die Übernahme von Homag hatte Dürr, Marktführer im Geschäft für Lackieranlagen für Autohersteller, zum Jahresstart herbe Einbußen beim Gewinn eingebracht. Nach Steuern standen im ersten Quartal 17 Millionen Euro in den Büchern.

Das entspricht einem Rückgang von fast 42 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Homag wird seit Oktober 2014 in der Bilanz berücksichtigt. Der Umsatz legte dank des Zukaufs indes deutlich zu - und stieg um knapp 59 Prozent auf fast 900 Millionen Euro.

Das MDax-Unternehmen Dürr startet der Zeitung zufolge am 1. Juli die Restrukturierung bei Homag. Mit dem Umbau soll Homags Umsatz bis Ende 2020 pro Jahr um mehr als fünf Prozent auf 1,25 Milliarden Euro zulegen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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