Autozulieferer
Elring-Klinger kürzt Gewinnprognose

Mit höheren Kosten für Personal und Produktion kämpft Elring-Klinger. Wegen des starken Franken muss der Autozulieferer mit einem niedrigeren Gewinn rechnen als geplant. Die Aktie verliert stark an Wert.
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Stuttgart/DüsseldorfDen Autozulieferer Elring-Klinger zwingen der starke Franken und hohe Arbeitskosten zu einer Kürzung seiner Gewinnprognose. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde 2015 bei rund 165 Millionen Euro liegen und damit fünf bis 15 Millionen Euro niedriger ausfallen als bisher angenommen, sagte Vorstandschef Stefan Wolf am Mittwoch. Die Aktie fiel um knapp acht Prozent.

Im ersten Quartal belasteten die Stärke des Schweizer Franken, höhere Personalausgaben und Vorlaufkosten in der Produktion das Ergebnis – die Kundennachfrage boomt, der Konzern zahlt für Überstunden und muss auf neue Maschinen warten. Der operative Gewinn schrumpfte in den ersten drei Monaten um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 35,4 Millionen Euro. Der Umsatz stieg hingegen unter anderem durch Zukäufe um 14,6 Prozent auf 371 Millionen Euro. Der Auftragseingang legte um 25 Prozent auf 414 Millionen Euro zu.

Die starke Aufwertung des Franken trieb die Kosten bei der Schweizer Tochter Hug und der Elring-Klinger Abschirmtechnik in die Höhe. Wolf kündigte bereits an, Produktion in der Schweiz abzubauen und nach Deutschland zu verlagern. Rund 450 Beschäftigte in der Schweiz sollen zudem ohne Lohnausgleich länger an den Bändern stehen oder in ihren Büros sitzen: Die Arbeitszeit solle dort von 42 auf 44 Wochenstunden angehoben werden, um die Kosten zu drücken, sagte Wolf.

Der Weltmarktführer für Zylinderkopfdichtungen werde die Kosten-Probleme in den Griff bekommen, versprach Wolf. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte werde sich dies positiv auf die Ergebnisse auswirken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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