Autozulieferer erwartet 2004 höheres Ergebnis
Phoenix droht Zerschlagung

Der Automobilzulieferer Phoenix erwartet bei der anstehenden Übernahme durch seinen Konkurrenten Continental den Verkauf von zwei Gewschäftsbereichen und damit verbunden den Verlust von 2 200 Arbeitsplätzen.

HB HAMBURG. Konzernchef Meinhard Liebing sagte am Dienstag auf der Bilanz-Pressekonferenz in Hamburg, er gehe davon aus, dass Continental sich bei einer Übernahme von Phoenix von den Aktivitäten in der Schallisolation sowie im Bereich der Spezialprodukte von den Dichtungsbahnen trennen werde. In beiden Bereichen zusammen seien knapp 2 200 Mitarbeiter beschäftigt.

Insgesamt beschäftigt Phoenix 9700 Mitarbeiter. Continental will Phoenix für 227 Millionen Euro übernehmen und hat den Aktionären ein Angebot über 15 Euro je Aktie unterbreitet. Der Reifenhersteller und Automobilzulieferer hat sein Angebot bis 28. Juni befristet. Mit der Zustimmung von zwei Großaktionären kontrolliert Continental bereits 37 % des Hamburger Traditionsunternehmens.

Phoenix stellt Schall- und Schwingungsisolationssysteme sowie Federn für Autos und Schienenfahrzeuge her, außerdem Schläuche und Förderbänder. Die Gesellschaft soll mit der Continental-Tochter Conti-Tech verschmolzen werden, einem Spezialisten für Kautschuk- und Kunststofftechnologie.

Wie Liebing weiter ausführte, würde es aber auch im Rahmen der Strategie des Phoenix-Vorstands mittelfristig zu Veräußerungen kommen. Die von ihm aus dem Übernahmeangebot herausgelesene Strategie mit dem Verkauf einzelner Teilbereiche sei „in dieser Form nicht kritisch“ und entspreche „1 zu 1“ der eigenen Ausrichtung.

Ein Arbeitsplatzabbau in den verbleibenden Bereichen von Phoenix durch Continental sei dagegen zurzeit überhaupt noch nicht absehbar. Der „industriellen Logik“ der Übernahme wolle man sich nicht verschließen, doch müsse bedacht werden, dass es in einem solchen Prozess auch immer Verlierer gebe.

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