Autozulieferer erzielt Umsatzplus
Elring-Klinger setzt auf Neuheiten

Mit neuen Produkten will der schwäbische Automobilzulieferer Elring-Klinger der verhaltenen Automobilkonjunktur trotzen.

HB DETTINGEN/ERMS. Im zweiten Quartal erzielte der vor allem von der direkten Zulieferung an die Hersteller (Erstausrüstung) abhängige Konzern höhere Umsätze und profitierte von gesunkenen Personalkosten. Die für Elring-Klinger wichtige inländische Fahrzeugproduktion und die Nachfrage nach Dieselmotoren hätten zugelegt, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Dettingen/Erms bei Reutlingen mit. Dadurch erreichte der Konzern ein Umsatzplus um sieben Prozent auf 123 Mill. € und ein um 9,4 % höheres Ergebnis vor Steuern von 21 Mill. €. Der Überschuss lag mit 11,9 Mill. € mehr als elf Prozent über Vorjahr.

Für den Rest des Jahres sei bei anhaltendem Preisdruck nicht mehr mit „nennenswerten konjunkturellen Nachfrageimpulsen“ zu rechnen, bekräftigte der Vorstand seine Einschätzung. Elring-Klinger investiere daher in die Weiterentwicklung seiner Hauptprodukte Zylinderkopf-Dichtungen und Kunststoffteile, um neue Aufträge zu gewinnen. Mit 6,9 Mill. € wurden im zweiten Quartal elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum in Forschung und Entwicklung gesteckt. Im dritten Quartal soll die Fertigung von neuen Getriebeplatten anlaufen.

Von solchen Neuheiten verspricht sich Elring-Klinger weitere Umsatzzuwächse im zweiten Halbjahr. Zum Jahresende sollen die Erlöse mit 468 Mill. € um 3,2 % über dem Vorjahr liegen. Der Überschuss soll bei anhaltend hohen Rohstoffpreisen unter anderem für Edelstahl um 4,7 % auf 44,6 Mill. € steigen. Nach Abschluss des ersten Halbjahres lag der im ersten Quartal noch geschrumpfte Umsatz bei 240 Mill. €, der Nettogewinn bei 22 Mill. €. Positiv wirkten sich auch Personalkostensenkungen aus. Durch einen Stellenabbau in Mexiko, Großbritannien und Kanada sowie das Auslaufen befristeter Verträge in Deutschland sank die Mitarbeiterzahl weltweit binnen Jahresfrist um drei Prozent auf gut 3000 Beschäftigte.

An der Börse gaben die im Kleinwerte-Index SDax notierten Aktien gegen den Markttrend bei überdurchschnittlichen Umsätzen um 1,9 % auf 63,70 € nach. Die im Rahmen der Erwartungen liegenden Geschäftszahlen hätten Investoren die Möglichkeit zu Gewinnmitnahmen gegeben, sagte ein Analyst. Dem Anstieg des SDax seit Jahresbeginn hinken Elring-Klinger trotz kräftiger Kurszuwächse seit Mitte Mai noch deutlich hinterher.

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