Autozulieferer
Federal-Mogul diskutiert über Kurzarbeit

Vorsichtsmaßnahme: Autozulieferer Federal-Mogul verhandelt derzeit über Kurzarbeit. Betroffen sind die europäischen Werke des Unternehmens. Dem Konzernchef zufolge will der Zulieferer auf alles vorbereitet sein.
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WiesbadenIn der schwachen Autokonjunktur verhandelt der Autozulieferer Federal-Mogul in seinen europäischen Werken über Kurzarbeit. Die Deutschland-Tochter des US-Konzerns in Wiesbaden bestätigte am Montag einen entsprechenden Medienbericht. „Wir sind in unseren europäischen Werken einschließlich Deutschland mit den Gewerkschaften und Betriebsräten darüber in Diskussionen“, sagte Vorstandschef Rainer Jückstock der Branchen- und Wirtschaftszeitung „Automobilwoche“. In zwölf deutschen Werken beschäftigt das Unternehmen 7000 Mitarbeiter, weltweit sind es etwa 45.000.

Jückstock, einer der beiden Chefs des Konzerns, sah die Verhandlungen indes eher als Vorsichtsmaßnahme: „Wir wollen die Vereinbarungen zur Kurzarbeit in der Schublade haben für den Fall, dass es notwendig wird.“ Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 habe Federal-Mogul in fast allen westeuropäischen Werken variable Arbeitszeitmodelle aufgebaut. „Wir sind so flexibel aufgestellt, dass wir mit all diesen Werkzeugen einschließlich Kurzarbeit gut über die Rezession hinwegkommen, ohne dass wir das Stammpersonal angreifen müssen“, betonte Jückstock.

Als zwölftes Werk in Deutschland gliederte Federal-Mogul am Montag den Beru-Zündkerzenhersteller in Neuhaus (Thüringen) in das Unternehmen ein. Federal-Mogul ist nach eigenen Angaben Anbieter von Antriebs- und Sicherheitstechnik im Auto-, Flugzeug- und Schiffbau und setzte 2011 weltweit 6,9 Milliarden US-Dollar (5,3 Milliarden Euro) um.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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