Autozulieferer
Federal Mogul droht Arbeitskampf

Dem Autozulieferer Federal Mogul in Wiesbaden droht wegen geplanter Entlassungen ein Arbeitskampf. Die IG Metall habe eine Urabstimmung eingeleitet, berichtete der Bevollmächtigte der IG Metall Frankfurt-Wiesbaden, Michael Erhardt, am Dienstag. Die Gewerkschaft habe am Montag Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag für gescheitert erklärt.

HB WIESBADEN. Das Unternehmen hat laut Erhardt in Wiesbaden rund 1600 Mitarbeiter und will 436 von ihnen kündigen. Die Gewerkschaft setzt dagegen auf Kurzarbeit. „Das Unternehmen hatte die Chance, in Verhandlungen mit uns konstruktiv über die Bewältigung der schwierigen wirtschaftlichen Situation zu reden“, sagte Erhardt. Statt das von der Politik in der Wirtschaftskrise angebotene Instrument von Kurzarbeit und Qualifizierung anzuwenden, setze Federal Mogul auf Entlassung. Das sei verantwortungslos und unnötig.

Wenn 75 Prozent der anwesenden IG-Metall-Mitglieder des Unternehmens zustimmen, könnte der Streik noch in dieser Woche begonnen werden, so Erhardt. Das US-Unternehmen produziert in Wiesbaden vor allem Gleitlager und Buchsen für Automotoren. Es gilt als größter industrieller Arbeitgeber in der Landeshauptstadt.

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