Autozulieferer fürchtet schleichende Übernahme
Valeo-Aktionäre weisen Pardus zurück

Die Aktionäre des französischen Auto-Zulieferers Valeo haben auf der Hauptversammlung dem Management unter CEO Thierry Morin den Rücken gestärkt. Die Aktionäre ließen alle sieben Kandidaten durchfallen, die der Fondsinvestor Pardus Capital Management für den elfköpfigen Verwaltungsrat vorgeschlagen hatte. Pardus ist mit rund 14 Prozent größter Einzelaktionär von Valeo.

HB PARIS. Seit Monaten fordert Pardus von Valeo, seine Angebotspalette auf wenige Bereiche wie die Bordelektronik zu reduzieren und Teile des US-Zulieferers Visteon zu übernehmen, an dem Pardus mit 17 Prozent beteiligt ist. Valeo-Chef Morin warnte seine Aktionäre dagegen vor der Berufung der Pardus-Vertreter: Es handele sich um einen „schleichenden“ Übernahmeversuch. Außerdem hält Morin den Teilkauf von Visteon für zu riskant. Er will stattdessen durch Reorganisation, den Verkauf von Randbereichen im Wert von zwei Mrd. Euro und dank höherer Umsätze die Marge bis zum Jahr 2010 auf sechs Prozent anheben (2006: 3,4 Prozent).

Nach seiner Schlappe war von Pardus-Chef Karim Samii die Drohung zu vernehmen, sein Fonds könne den Valeo-Anteil auf bis zu 20 Prozent aufstocken. Sollte Morins Plan nicht greifen, könnten die Aktionäre nächstes Jahr im Sinne Pardus abstimmen.

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