Autozulieferer
Grammer rechnet mit schwächerem Wachstum

Der Autozulieferer Grammer bleibt mit seinem Ausblick vorsichtig. Und das, obwohl der Spezialist für Sitze und Interieur gut ins neue Jahr gestartet ist.
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Frankfurt„Wir erwarten 2012 stabile bis leicht steigende Umsätze. Das können wir aus den Auftragseingängen ableiten. Das Wachstum wird aber insgesamt schwächer sein als 2011“, sagte der Vorstandsvorsitzende Hartmut Müller
der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Das erste Quartal sei bislang allerdings besser als erwartet gelaufen. „Die Aufträge brechen nicht ein, wie manche befürchtet haben. Der Umsatz liegt über unseren optimistischen internen Erwartungen“, sagte Müller.

Im vergangenen Jahr hatte der Spezialist für Sitze und Interieur seinen operativen Gewinn (Ebit) um rund die Hälfte auf 49 Millionen Euro hochgeschraubt. Grund war die hohe Nachfrage nach deutschen Nobelautos und Lastwagen. Der Umsatz kletterte binnen Jahresfrist auf 1,09 Milliarden Euro - ein Plus von gut 18 Prozent.

Am stärksten werde Grammer 2012 in Nordamerika und bei der Sitzherstellung für Bau- und Agrarfahrzeuge wachsen, mit jeweils etwas mehr als fünf Prozent, sagte Müller der Zeitung weiter.

Dagegen schrumpften die Umsätze in Brasilien und Asien verliere an Dynamik. In diesem Jahr will der Konzernchef mit dem Bau von vier neuen Werken in China, Indien, Russland und den USA beginnen, teilweise mit Partnern. „Insgesamt planen wir 2012 mit Investitionen auf dem Vorjahresniveau, also etwa 40 Millionen Euro“, sagte der Manager.

Auch kleinere Zukäufe peilt der Grammer-Chef an: „Wir wollen vor allem neue Kompetenzen einkaufen und unsere globale Marktpräsenz weiter gezielt ausbauen“, sagte Müller. Der Kauf eines Unternehmens könne sich in einer Größenordnung von zehn Millionen Euro oder etwas darüber bewegen. Eine Kapitalerhöhung sei dafür nicht nötig.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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