Autozulieferer
Hella profitiert von starker Nachfrage

Der Scheinwerferspezialist Hella rechnet weiter mit einem positiven Geschäftsjahr. Nach dem Umsatzplus von 23 Prozent im letzten Jahr geht die Nachfrage weiter nach oben.
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DüsseldorfDer Autoscheinwerfer-Hersteller Hella sieht nach der überstandenen Wirtschaftskrise und Aufholjagd im vergangenen Geschäftsjahr kein Ende der Rally. „In unseren aktuellen Abrufzahlen sehen wir keinen Abschwung“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung Rolf Breidenbach am Mittwoch in Düsseldorf.

Sollte sich die Konjunktur nicht maßgeblich eintrüben, erwarte das Familienunternehmen aus dem westfälischen Lippstadt ein „positives“ Geschäftsjahr. „Wir sind mit der Entwicklung im ersten Quartal sehr zufrieden“, sagte Jürgen Behrend, persönlich haftender Gesellschafter. Umsatz und Gewinn lägen im Zeitraum Juni bis August über dem Vorjahr.

In dem Ende Mai abgeschlossenen Bilanzjahr 2010/11 hatte Hella bei einem Umsatzplus von 23 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro den Überschuss mit 164 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Operativ verdiente der Konzern 268 (Vorjahr: 146) Millionen Euro. Die Gruppe beschäftigt weltweit an 70 Standorten mehr als 25.000 Mitarbeiter, 40 Prozent davon in Deutschland.

Einen Börsengang steht laut Behrend aktuell nicht auf der Agenda: „Wir sind ein unabhängiges Familienunternehmen und werden weiter hart daran arbeiten, dass das so bleibt.“ Allerdings wollte der Hella-Manager diesen Weg als mögliche Option für die Zukunft nicht kategorisch ausschließen. Mit einer Eigenkapitalquote von 32 Prozent sieht das Oberhaupt des Familienclans Hueck den Konzern gut aufgestellt, um die Marktführerschaft auszubauen. Dabei setzt er weiterhin auf Kooperationen - wie etwa mit dem Stuttgarter Zulieferer Behr - statt auf „kostspielige“ Übernahmen. Die derzeit zehn Gemeinschaftsunternehmen setzten 1,5 Milliarden Euro um, wovon 600 Millionen auf Hella entfielen.

Die 1899 mit Kutschenlaternen und Ballhupen an den Start gegangene Firma beliefert heute alle großen Automobilhersteller wie VW, BMW oder Daimler. Neben Lichtsystemen und Fahrzeug-Elektronik baut sie derzeit den noch jungen Geschäftszweig Industries zu einem weiteren Standbein auf. Die Sparte umfasst unter anderem LED-Produkte für die Beleuchtung von Straßen, Flughäfen, Gebäuden und Innenräumen. Langfristig soll sie einen Umsatzanteil von 15 bis 20 Prozent erreichen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • eine der verborgenen Perlen der deutschen Industrie.

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