Autozulieferer könnte in Litauen investieren
Neues Conti-Werk in Europa im Gespräch

Continental-Finanzchef Alan Hippe zufolge erwägt der Autozulieferer und Reifenhersteller den Neubau eines Reifenwerks in Europa.

HB GENF. Wenn die Reifennachfrage wie derzeit anhalte, wäre der nächste logische Schritt ein Werksneubau in Europa, sagte Hippe am Mittwoch am Rande des Genfer Automobilsalons. Als möglichen Standort nannte er Litauen. Conti hatte zuletzt bereits stark in Osteuropa investiert, um die Produktion billiger zu machen. Der Finanzvorstand sagte, Continental sei „befriedigend bis positiv“ ins laufende Jahr gestartet.

Das Unternehmen habe noch viel Spielraum, seine operative Gewinnmarge zu verbessern. „Wir haben noch eine Menge Potenzial, uns operativ zu verbessern“, sagte Hippe. Der Finanzvorstand bekräftigte, dass das hannoversche Unternehmen Umsatz und operativen Gewinn im laufenden Jahr weiter steigern wolle. Grundlage dafür sei das florierende Geschäft der Frankfurter Division Automotive Systems, in der Conti unter anderem elektronische Stabilitätssysteme (ESP) führt und die jährlich um zehn Prozent wachsen soll.

Auch das Reifengeschäft wachse mit immer besseren Margen, sagte Hippe. Allein bei Winterreifen habe Conti im vergangenen Jahr ein Absatzplus von acht Prozent auf 15,7 Mill. Stück erzielt. Angesichts der anziehenden Nachfrage und weitgehend leerer Lagerbestände sei für das Wintergeschäft 2005 mit einer Fortsetzung des positiven Trends zu rechnen.

Im abgelaufenen Jahr hat Conti nach früheren Angaben trotz der Finanzlasten für die Teilschließung des Werks Mayfield im US-Bundesstaat Kentucky das operative Ergebnis (Ebit) auf über eine Milliarde Euro gesteigert. Hippe bekräftigte in Genf, dass das US-Reifengeschäft wie geplant im vierten Quartal 2005 die Gewinnschwelle erreichen werde.

Seite 1:

Neues Conti-Werk in Europa im Gespräch

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%