Autozulieferer legt im ersten Halbjahr kräftig zu
Phoenix trotzt der Branchen-Flaute

Phoenix hat im ersten Halbjahr des Jahres operativ einen Gewinnsprung verzeichnet. Bis Ende Juni kletterte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen verglichen mit der Vorjahresperiode um satte 46 Prozent.

HB HANNOVER. Der vor der Übernahme durch die Continental AG stehende Autozulieferer hat vor allem dank Restrukturierungserfolgen und der Beteiligung an gut laufenden Automodellen bei gestiegenen Umsätzen deutlich mehr verdient. Besonders erfreulich hätten sich die Umsätze mit der Automobilindustrie entwickelt, teilte Phoenix am Mittwoch in Hamburg mit. „Sie stiegen trotz verhaltener Automobilkonjunktur um 12,4 %.“

Phoenix stellt neben Schall- und Schwingungsisolationssysteme sowie Federn für Autos und Schienenfahrzeuge auch Schläuche und Förderbänder her. Insgesamt setzte Phoenix mit 509,6 Mill. € 7,6 % mehr um als noch vor einem Jahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 46,1 % auf 33,9 Mill. €. Die Nettoverschuldung sei zum 30. Juni auf 272,4 Mill. € gesunken, teilte Phoenix zudem mit. Ende des Jahres werde die Verschuldung deutlich unter der des Vorjahres von 283,7 Mill. € liegen.

Für die zweite Jahreshälfte will Phoenix Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich verbessern. „Von zentraler Bedeutung für die Ergebnisentwicklung der Phoenix wird hierbei die Entwicklung der Rohstoffpreise sowie der Wechselkurse sein“, hieß es. Auf Grund saisonaler Effekte ließen sich die im Vergleich zum Vorjahr guten Zahlen des ersten Halbjahres aber nicht wiederholen. „Im Gesamtjahr erwarten wir weiterhin einen verbesserten Umsatz und Ertrag“, bekräftigte eine Sprecherin die Prognose für das Gesamtjahr 2004. Im letzten Jahr hatte Phoenix nach zwei Verlustjahren auf Konzernebene die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft.

Phoenix soll mit der Continental-Tochter Conti-Tech verschmolzen werden, die dadurch zu einem der weltweit führenden Spezialisten für Kautschuk- und Kunststofftechnologie werden will. Mit dem Beginn der Integration rechnet Phoenix früheren Angaben zufolge ab Anfang 2005. Die Zustimmung der EU-Kommission zur Übernahme steht allerdings noch aus. Die Entscheidung solle bis spätestens Ende Oktober fallen.

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