Autozulieferer
Leoni senkt Prognose erneut

Ein weiterer Beleg dafür, dass die Krise in der Autobranche die Zulieferer oft noch stärker trifft als die Autobauer selbst: Leoni hat seine Prognose für das laufende Jahr erneut gesenkt. Bei dem Autozulieferer bricht die Nachfrage massiv ein.

HB DÜSSELDORF. Begründet wurde das Vorgehen vom Unternehmen in einer mit den "seit Anfang Oktober durch die Finanzkrise deutlich verschlechterten Rahmenbedingungen und des nachhaltigen Nachfrageeinbruchs". Im vierten Quartal werde ein etwa 25-prozentiger Nachfragerückgang zu den ersten drei Quartalen erwartet.

Daher sei im vierten Quartal nur mit einem ausgeglichenen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zur rechnen. Die erst vor drei Wochen von rund 140 auf 110 bis 120 Mio. Euro reduzierte EBIT-Prognose senkte Leoni nun auf etwa 95 Mio. Euro. Der Umsatz werde im laufenden Jahr auf etwa 2,9 Mrd. Euro steigen, hieß es in der Mitteilung weiter. Die ursprüngliche Annahme von mindestens 3,0 Mrd. Euro hatte Leoni bereits zuvor auf mindestens 2,9 Mrd. Euro gesenkt.

Im dritten Quartal sank das EBIT von 37,5 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 24,2 Mio. Euro und damit weniger deutlich als von Analysten erwartet. Diese hatten nur mit 23,97 Mio. Euro gerechnet. Der Überschuss fiel allerdings stärker als von Experten vorhergesagt. Statt der von diesen prognostizierten 11,24 Mio. Euro betrug er nur 10,0 Mio. Euro. Im Vorjahr war noch ein Überschuss von 27,8 Mio. Euro erzielt worden. Der Umsatz kletterte im dritten Quartal deutlicher als von Analysten erwartet. Dieser stieg von 593,3 auf 734,9 Mio. Euro. Experten hatten nur mit 699,15 Mio. Euro gerechnet.

In den ersten neun Monaten kletterte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um acht Prozent auf 177,0 Mio. Euro. Das EBIT ging von 110,6 auf 95,7 Mio. Euro zurück. Der Konzernüberschuss sank von 72,4 auf 55,9 Mio. Euro. Der Umsatz stieg von 1,77 auf 2,3 Mrd. Euro.

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