Autozulieferer
Polytec verdient wesentlich weniger

Nach dem Verkauf der Interior-Sparte verdient Polytec wesentlich weniger. Der Gewinn des österreichischen Autozulieferers schrumpft im dritten Quartal um mehr als 40 Prozent.
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WienDer österreichische Autozulieferer Polytec hat im Sommer deutlich weniger verdient. Der Gewinn schrumpfte im dritten Quartal um gut 40 Prozent auf 5,9 Millionen Euro, während der Umsatz um gut ein Drittel auf 121,9 Millionen Euro zurückging, wie das Unternehmen mitteilte. Ein Sprecher führte dies auf den Ende Juni erfolgten Verkauf des Interior-Bereichs zurück, der etwa Tür- oder Dachverkleidungen fertigt. An der Börse gab die Polytec-Aktie rund ein Prozent nach.

Polytec hatte den Interior-Bereich wegen des hohen Wettbewerbsdrucks und fehlender Zukunftsperspektiven an Toyota Boshoku veräußert. Im vergangenen Jahr hatte die Sparte mit rund 2000 Mitarbeitern einen Umsatz von 340 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Unternehmen erhofft sich durch den Schritt steigende Renditen.

Das Kerngeschäft sieht Polytec trotz Schuldenkrise weiterhin intakt. Um den Firmenverkauf bereinigt sei der Umsatz in den ersten neun Monaten um zehn Prozent gewachsen. Sowohl bei Pkw-Herstellern als auch bei Nutzfahrzeugbauern fänden die Produkte der Österreicher viele Käufer.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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