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Autozulieferer: Rendite-Abstriche bei Bosch wegen Solarsparte

Nach erneuten Abschreibungen auf die schwächelnde Solartechnik-Sparte musste Autozulieferer Bosch deutliche Abstriche bei der Rendite machen. Die große Nachfrage nach neuen Fahrzeugen trieb aber den Umsatz hoch.

Der Umsatz kletterte im zurückliegenden Jahr stärker als von Bosch ursprünglich erwartet auf 51,4 Milliarden Euro. Quelle: dpa
Der Umsatz kletterte im zurückliegenden Jahr stärker als von Bosch ursprünglich erwartet auf 51,4 Milliarden Euro. Quelle: dpa

StuttgartDer weltgrößte Autozulieferer Bosch hat im vergangenen Jahr mit Rückenwind durch die boomende Nachfrage nach neuen Fahrzeugen seinen Umsatz kräftig um knapp neun Prozent gesteigert. Bei der Rendite musste der Stuttgarter Konzern jedoch nach erneuten Abschreibungen auf die schwächelende Solartechnik-Sparte deutliche Abstriche machen, wie Bosch am Mittwoch mitteilte.

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Der Umsatz kletterte im zurückliegenden Jahr stärker als von Bosch ursprünglich erwartet auf 51,4 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr sollen die Erlöse um weitere drei bis fünf Prozent auf 53 bis 54 Milliarden Euro steigen. Wenn alles gut laufe, „vielleicht auch auf 55 Milliarden Euro“, sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach.

Allerdings sei die weitere wirtschaftliche Entwicklung zu Jahresbeginn noch nie so unsicher wie jetzt gewesen, eine Ergebnisprognose sei daher schwierig. 2011 erwirtschaftete Bosch nach Fehrenbachs Worten eine Rendite vor Steuern in Höhe von fünf Prozent, was knapp 2,6 Milliarden Euro entspricht. 2010 hatte die Marge bei einem Ergebnis vor Steuern von rund 3,5 Milliarden Euro noch bei 7,4 Prozent gelegen.

Scharfe Kritik übte Fehrenbach an den jüngsten Plänen des Bundeswirtschaftsministeriums zur Kürzung der Förderung der Stromerzeugung aus Solartechnik, wo Bosch sich neben Industrie- und Gebäudetechnik ein weiteres Standbein geschaffen hat. „Wenn wir das machen, ist die Photovoltaik tot in Deutschland“, sagte der Bosch-Chef. Der Zubau von Solartechnik müsse zwar eingebremst werden, räumte Fehrenbach ein. Dabei dürften aber die Arbeitsplätze und die getätigten Investitionen nicht aus dem Blick geraten. Gefördert werden müssten jährlich mindestens fünf Gigawatt. Der rapide Preisverfall für Solarmodule trug Bosch 2011 eine weitere Abschreibung auf die Sparte Solartechnik in Höhe von rund einer halben Milliarde Euro ein, bereits 2009 waren mehr als 400 Millionen Euro abgeschrieben worden.

 

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