Autozulieferer
Schaeffler lässt Arbeitnehmer mitreden

Der Autozulieferer bildet einen gemeinsamen Ausschuss mit der IG Metall. Nach ihrer Zustimmung zum 250 Millionen Euro schweren Sparprogramm hatte die Gewerkschaft auf Mitbestimmung gedrängt - für das bisherige Familienunternehmen ein Kulturwandel.
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HB HERZOGENAURACH. Auf dem Weg zur Mitbestimmung bildet der angeschlagene Autozulieferer Schaeffler einen gemeinsamen Ausschuss mit der IG Metall. Unternehmen und Gewerkschaft werden je sechs Vertreter in das Gremium schicken, in dem künftig über die wirtschaftliche Lage und die weitere Entwicklung der Gruppe gesprochen werden soll. Das Gremium sei einem Aufsichtsrat ähnlich, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Norbert Lenhard. Allerdings seien Personalentscheidungen ausgeklammert, deswegen habe man sich für einen anderen Namen entschieden. Den Vorsitz führt ein Unternehmensvertreter, die Arbeitnehmerseite stellt den Stellvertreter. Der Ausschuss soll viermal im Jahr tagen.

Die nach der Conti-Übernahme hoch verschuldete Schaeffler-Gruppe hatte sich im Februar mit der IG Metall auf ein Mitbestimmungsmodell geeinigt. Betriebsräte und Gewerkschaften trugen daraufhin ein 250-Millionen-Euro-Sparprogramm mit. Die jetzt getroffene Vereinbarung sei "ein erster gemeinsamer Schritt auf dem Wege zu der vereinbarten Mitbestimmung", teilte Schaeffler mit. Bisher gibt es in dem Familienunternehmen keine entsprechenden Gremien.

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