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Autozulieferer: Schaeffler schließt Werk in Frankreich

Der fränkische Autozulieferer Schaeffler schließt sein Werk im südfranzösischen St. Siméon de Bressieux nahe Grenoble. Die Produktion soll in ein anderes französisches Werk verlagert werden, 195 gehen dadurch wohl verloren.

Das Firmenschild am Haupteingang der Schaeffler-Gruppe in Herzogenaurach. Der deutsche Autozulieferer will seine französische Produktion in Calais konzentrieren. Quelle: ap
Das Firmenschild am Haupteingang der Schaeffler-Gruppe in Herzogenaurach. Der deutsche Autozulieferer will seine französische Produktion in Calais konzentrieren. Quelle: ap

HB HERZOGENAURACH. Die Produktion von Steuerketten für die Automobilindustrie solle künftig im nordfranzösischen Werk Calais konzentriert werden, teilte Unternehmenssprecher Detlef Sieverdingbeck am Donnerstagabend am Konzernsitz in Herzogenaurach mit.

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Insgesamt gingen dadurch 195 der insgesamt 464 Arbeitsplätze der Schaeffler Schaeffler-Tochter Chain Drive Systems (SCDS) verloren. Der Stellenabbau solle aber sozialverträglich gestaltet werden, betonte der Sprecher. Ein entsprechender Sozialplan für die Betroffenen sei am Donnerstag mit Personalvertretern vereinbart worden.

Nach Angaben des Sprechers sind am Standort St. Siméon de Bressieux 85 Beschäftigte, in Calais 110 Beschäftigte von dem Stellenabbau betroffen. Der Sozialplan, der Teil eines sogenannten staatlichen Sanierungsverfahrens ist, sieht den Angaben zufolge unter anderem Abfindungen und die Zusage an Betroffene vor, bei Neueinstellungen bevorzugt zu werden.

"Uns ist die Entscheidung nicht leicht gefallen. Jedoch gab es zu ihr keine Alternative, um überhaupt das Unternehmen sowie Arbeitsplätze zu retten", erklärte SCDS-Direktor Marc Becker. SCDS sei zu 100 Prozent abhängig von Kunden in der Automobilindustrie. Die Nachfrage nach Steuerketten sei in den letzten Monaten um bis zu 50 Prozent gesunken.

Die Auftragsflaute haben die SCDS mitten in einer Restrukturierungsphase getroffen. Dieser Prozess sei auf einem guten Weg gewesen. Der dramatische Konjunktureinbruch habe diese Restrukturierungsbemühungen jedoch zunichtegemacht, betonte der Unternehmenssprecher. Eine Besserung des Umfelds sei derzeit nicht in Sicht. Das Werk in St. Siméon de Bressieux war auf die Herstellung von Ölpumpenketten spezialisiert.

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