Autozulieferer Schaeffler streicht Abstimmung über Aktienumwandlung

Die Schaeffler-Familie wird vorerst nicht einen Teil ihrer Anteilscheine in Vorzugsaktien umwandeln. Einige Aktionäre wehrten sich gegen die Pläne.
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Die anstehende Hauptversammlung des Autozulieferers ist um einen Tagesordnungspunkt ärmer. Quelle: dpa
Schaeffler

Die anstehende Hauptversammlung des Autozulieferers ist um einen Tagesordnungspunkt ärmer.

(Foto: dpa)

HerzogenaurachDer Auto- und Industriezulieferer Schaeffler legt seine Pläne für mehr finanzielle Flexibilität durch die Wandlung von Stammaktien in an der Börse handelbare Papiere vorerst auf Eis. Die Abstimmung der Stammaktionäre bei der Hauptversammlung an diesem Freitag (20. April) sei von der Tagesordnung gestrichen worden, teilte das Unternehmen am Montag in Herzogenaurach mit. „Die ursprünglich geplante Sonderversammlung der Vorzugsaktionäre wird deshalb gegenstandslos und findet nicht statt.“

Schaeffler hatte im März angekündigt, sich mit der Umwandlung eines Teils seiner Stammaktien in leichter handelbare Vorzugsaktien mehr Beweglichkeit verschaffen zu wollen. Konkret sahen die aktuellen Pläne die Änderung von 166 Millionen der von der Schaeffler-Familie gehaltenen 500 Millionen Stammaktien in stimmrechtslose Vorzugsaktien vor. Diese sollten danach zunächst weiter von der Schaeffler-Familienholding gehalten werden.

Der Stammaktien-Anteil hätte sich damit auf rund 334 Millionen oder 50 Prozent verringert. Da Inhaber der übrigen 50 Prozent der Schaeffler-Papiere kein Stimmrecht haben, hätte die Familie dennoch auch künftig das Sagen gehabt. Diese Pläne stießen jedoch zuletzt auf Widerstand bei einigen Aktionären. In der Mitteilung vom Montag hieß es, dass die Gespräche über das Thema fortgesetzt werden sollten.

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  • dpa
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