Autozulieferer
Schefenacker droht Verlust der Mehrheit

Seit Monaten kämpft Alfred Schefenacker junior verzweifelt um seinen Einfluss. Jetzt steht der Alleineigentümer des hoch verschuldeten Autozulieferers Schefenacker vor dem Verlust der Anteilsmehrheit.

mwb STUTTGART. Seit Monaten wird über eine Umschuldung des Weltmarktführers bei Autospiegeln durch Tausch von Schulden in Firmenanteile und einen Kapitalbeitrag von Alfred Schefenacker junior verhandelt. Nach Informationen aus Londoner Finanzkreisen soll jetzt ein Konsortium aus Alteigentümer, Gläubigern und Beteiligungsgesellschaften 100 Mill. Euro zu je gleichen Teilen angeboten haben, um das Unternehmen zu retten.

Das würde bedeuten, dass Alfred Schefenacker, deutlich weniger als 50 Prozent der Anteile behalten und die Kontrolle über das Unternehmen verlieren wird. Ihm sei das neue Angebot nicht bekannt, sagte dazu ein Unternehmenssprecher. Seit Monaten hatte Schefenacker junior verzweifelt um seinen Einfluss gekämpft. Zuletzt hatte er sich als Aufsichtsratschef abrupt von seinem Vorstandschef Reiner Beutel getrennt, der die Umschuldungsverhandlungen bis kurz vor den Abschluss führte. Beutel ging es um einen möglichst schnelles Ergebnis, Schefenacker eher um einen möglichst hohen Anteil.

Die Dauer der Hängepartie hat laut Branchenkreisen bereits zum Verlust von Aufträgen geführt. Schefenacker ist bei gut 900 Mill. Euro Umsatz mit 400 Mill. Euro verschuldet. Die Kreditvereinbarungen wurden nicht eingehalten. Vorrangige Gläubiger können Kredite von 200 Mill. Euro jederzeit fällig stellen. Das wäre das Aus für Schefenacker, und auch bei Mercedes und VW stünden die Bänder still.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%