Autozulieferer: SHW will in Asien und USA expandieren

Autozulieferer
SHW will in Asien und USA expandieren

Sein frisch eingesammeltes Kapital will SHW nun für Zukäufe in Asien und den USA investieren. Der schwäbische Autozulieferer sucht vor allem einen neuen Produktionspartner für Pumpen, um einen US-Großauftrag zu stemmen.
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FrankfurtDer Autozulieferer SHW will mit dem kürzlich eingesammelten Kapital sein Wachstum außerhalb Deutschlands vorantreiben. „Unsere Eigenkapitalsituation macht es möglich, Akquisitionen zu tätigen“, sagte Vorstandschef Thomas Buchholz am Montag in Frankfurt. Dabei sei man auf der Suche nach Übernahmezielen in Nordamerika und Asien.

Der im vergangenen Jahr in das Kleinwertesegment SDax aufgestiegene Hersteller von Pumpen, Motorkomponenten und Bremsscheiben hatte im Februar 24,6 Millionen Euro durch die Ausgabe neuer Aktien eingesammelt. Möglich seien kleinere Zukäufe mit Umsatzvolumen von 30 bis 50 Millionen Euro, sagte Buchholz.

Aber auch einen größeren Zukauf traut sich das als Schwäbische Hüttenwerke gegründete Traditionsunternehmen aus dem schwäbischen Aalen zu: So sei im vergangenen Jahr der Kauf des Thüringer Pumpenproduzenten GPM in Betracht gezogen worden. Doch ließ SHW Buchholz zufolge den Plan fallen, weil der Konkurrent nicht profitabel genug sei. Die GPM sei dann für 250 Millionen Euro an den japanischen Mischkonzern Nidec gegangen.

Die SHW hat in den USA und China noch Nachholbedarf. Unter dem ehemaligen Haupteigner Nordwind Capital war der Zulieferer aus einem Gemeinschaftsunternehmen in den USA 2012 ausgestiegen. Jetzt haben die Schwaben von einem US-Autobauer einen Großauftrag ergattert, der von 2018 bis 2023 rund 160 Millionen Euro Umsatz bringen soll, und suchen unter Hochdruck nach einem neuen Produktionspartner für Pumpen.

In China geht im April ein neues Gemeinschaftsunternehmen zur Herstellung von Bremsscheiben an den Start. Bis 2020 will der Autozulieferer seinen Umsatz von zuletzt 430 Millionen Euro auf 700 Millionen Euro steigern – Zuwächse aus Akquisitionen sind hier noch nicht eingerechnet. Während heute die Erlöse fast nur in Europa erwirtschaftet werden, sollen bis zum Ende des Jahrzehnts fast 30 Prozent aus Nordamerika und Asien stammen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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